Krishna Shah… Ein Name der spätestens
seit Hard
Rock Zombies jeden Trashfreund
ein Begriff sein dürfte. Ich zumindest zähle
die völlig abgedrehte Mischung aus Glamour-Rock,
übelsten Hair Crimes und billigsten Trash Horror
plus fetten 80´er Jahre Einschlag zu meinen
Lieblingsfilmen.
So genial der Film auch sein mag, war doch ursprünglich nur als Bestandteil seiner hier vorliegenden Teenie Klamotte American Drive-In gedacht.
Die Story ist schnell erzählt:
Das Liebespaar Bobbie Ann und Jack planen einen schönen Abend im Autokino zu verbringen.
Während der Vorstellung wird Sie aber von den Ortsansässigen Rowdys entführt, als Er den Van verlässt um sich auf eine Schaukel zu setzen und dämlich in die Gegend rum zu starren. Obwohl Jack es nicht mitbekommen hat, weiß er aber trotzdem Bescheid, das seine Freundin von dem Rowdys entführt wurde und diese Sie nun versuchen auf einer Tribüne im Autokino zu vergewaltigen. Als er dazwischen geht, wird er erstmal den Rowdys übelst verdroschen.
In der Hektik schafft es aber Bobbie Ann an mit dem Van zu entkommen… Was folgt ist eine Verfolgungsjagd quer durch kleine Autokino bei der die Rowdys natürlich am Ende ihr Fett wegkriegen und die Liebe unserer beiden Turteltauben stärker ist als je zuvor!
Sicherlich denken sich jetzt die Meisten: „Das
reicht doch niemals für 90 Minuten Spielzeit!“
Ja, dem ist auch so! Aber der Film lebt viel mehr
von den zusammenhanglos zwischen geschnittenen Szenen
aus
Hard Rock Zombies (Hat Cutter
Amit Bose wirklich nach Lust und Laune rein geschnitten:
Die Mitte am Anfang, das Ende in der Mitte etc.),
welcher im Autokino läuft sowie den skurillen
Nebenfiguren, welchen hier sogar mehr Screentime eingeräumt
wird, als den eigentlichen Hauptfiguren. Da hätten
wir:
Die besagten Rowdys, die den ganzen Tag eigentlich nicht mehr tun als zu versuchen unschuldige Passanten mit ihren Karren von der Straße zu drängen, dumme Teenager Drogen zu verkaufen (Wobei diese auch noch über Ohr gehauen werden) und >NATÜRLICH< reichlich Bier zu trinken
Ein Vater, welcher mit seinen dämlichen Sohn versucht allerhand Leute diverser Verbrechen zu überführen
Den Klischeespanner, welcher auch gleich noch mit dem Klischee des einzigen Schwarzen (Diesmal im Autokino und nicht, wie sonst üblich an der Schule) vereint wird
Eine… naja… leicht übergewichtige Familie, welche eigentlich den ganzen Film über nichts anderes macht als zu FRESSEN… Egal ob Baguette, frittiertes Hähnchen oder Ei Häppchen, Alles muss rein!
Der dauerbesoffene Vorführer… Natürlich im Rentenalter
2 ältere Damen, welche eigentlich
nur die ganze Zeit Scheiße labern und zudem
auch noch von oben stehenden Vater/ Sohn Gespann als
Drogendealer zu entlarven versucht werden... Am Ende
handeln Sie dann aber tatsächlich mit Drogen
Ein Typ, der mit seinen Freundin im überfüllten Auto sitzt und die ganze Zeit brüllt: „I know this Scene! I know this Scene!“ und Alles Sätze aus Hard Rock Zombies zitiert
Ein Typ (Wahrscheinlich Football Quaterback der örtlichen Highschool) der ständig versucht seine Freundin dazu zu bringen, ihm einen zu blasen
Eine Nutte, die mit ihrem Wohnwagen im Autokino steht und es jeden für 20 Kröten besorgt…
Abgerundet wird das Ganze dann noch mit einen coolen
Auftritt von Phil Fondacaro (Hier unter dem Pseudonym
H.G. Goals tätig), der auch bei Hard
Rock Zombies als Hitler kleiner Liliputaner
Enkel mitspielte und hier unter den Namen Rocky Magellan
quasi sich selbst spielt.
Fazit:
Der Film braucht schon deutlich Zeit, bis er etwas
in Fahrt kommt und besonders in der ersten Hälfte
sind die ständigen Überblendungen zu den
auf der Leinwand gezeigten Szenen aus Hard
Rock Zombies etwas nervig.
Die 2 Hälfte kommt dafür aber umso flotter
daher und besagte Nebenfiguren können durch ihr
oftmals einfach nur dämliches rumgehample viel
wieder gut machen… Genug das es für gute
5 Punkte reicht!
Johnny Danger, 17.02.2008