-Titel: American Fighter
-Originaltitel: American Ninja
-Alternativtitel: American Warrior
-Kategorie: Action, Ninjas
-Herstellerland und Jahr: USA, Philippinen 1985
-Regie: Sam Firstenberg
-Drehbuch: Gideon Amir, Paul De Mielche, Avi Kleinberger,
  James R. Silke
-Kamera: Hanania Baer
-Musik: Michael Linn
-Special FX:  
-Produzent(en): Menahem Golan, Yoram Globus
-Darsteller: Michael Dudikoff, Steve James, Judie Aronson u.a.
-Interne Links:  
-Externe Links: OFDb, IMDb
   
   

 

 

US Kinoplakat
-Review:

Als erstes mal eine Zuammenfassung der Story… oder zumindest dessen, was man hier Story nennt:
Der 18 jährige GI Joe Armstrong ist gerade zu einer neuen Einheit auf die Philippinen gewechselt.
Gleich auf dem Weg zum neuen Stützpunkt wird sein Konvoi überfallen. Joe weiß sich jedoch zu wehren, als allerdings eine Gruppe Ninjas als Verstärkung auftaucht, flieht er mit der Tochter seines neuen Kommandeurs in den Dschungel. Zu Fuß können die Beiden den Verfolgern entkommen und sich zum Stützpunkt durchkämpfen.
Vor Ort stößt der junge Soldat, dessen Erinnerung fast komplett ausgelöscht zu sein scheint, auf Abneigung von allen Seiten. Lediglich der Soldat Curtis Jackson ahnt das sich hinter dem ruhigen Joe weit mehr verbirgt als es den Anschein hat.
Auf der Suche nach Antworten kommt Joe einer Verschwörung auf die Schliche, in welcher auch sein Kommandeur ziemlich tief drin steckt, denn dieser ist ein Pakt mit den Ortsansäßigen Drogenbaron Ortega eingegangen und spielt ihn immer wieder Army Konvoys in die Hände.
Joe wird Ortega & Co schnell lästig und so läst man ihn einfach kurzerhand von der Militär Polizei einsperren. Der Anführer der privaten Ninjaarmee unseres Oberbösewichts, "Der Black Star Ninja" (HUI!) soll dann den Rest erledigen, scheitert jedoch denn unser GI hat auch eine ganz gute Handkante parat.
Mit der Hilfe vom Gärtner Ortegas (!) kommt Joe am Ende dann auch hinter das Geheimnis seines verlorenen Gedächnisses und das besagter Herr ihn außerdem zum Ninja ausbildete.

Nun steht dem großen Endkampf nichts mehr im Weg und es rumst, wird gekloppt und Geschossen das die Schwarte kracht...

Michael Dudikoff und Steve James beim Dreh zu American Fighter
Regisseur Sam Firstenber (Rechts) bei den Dreharbeiten auf den Philippinen

Der ursprünglich aus Polen stammende Regisseur Sam Firstenberg machte schon 1983 und 1984 mit dem 2 sowie 3 Teil der Ninjatrilogie um Sho Kosugi auf sich aufmerksam. Doch American Fighter, im Original American Ninja, stellt eindeutig seinen (bis heute) größten Erfolg seiner Karriere da.
Der Film zog noch 4 Fortsetzungen nach sich und ist somit die wohl langliebigste Filmreihe der Produktionsfirma Cannon (Gewiss, Death Wish hat es auch auf 5 Teile gebracht, jedoch steckt nicht hinter allen Cannon). Die Serie währe wohl auch ewig weitergegangen, wenn die Firma sich nicht aufgelöst hätte.

American Fighter an sich ist Actiontrash pur! Die Story ist teilweise echt, naja... dämlich muss ich da schon fast sagen und es gibt Logiklöcher wie Schlaglöcher auf den Straßen Kenias!
Die Schauspieler sind nicht wirklich gut allerdings kann man auch nicht schlecht von ihnen reden. Dem Ex-Unterwäschemodel Michael Dudikoff merkt man von Anfang an an, das Er nicht wirklich Ahnung vom Kampfsport hat. Die Actionsezenen für ihn übernahm der spätere B-Action Star Richard Norton. Ursprünglich sollte Dudikoffs Part mal an Chuck Norris gehen aber der hatte wohl keine Lust...

Im Gegensatz zu seinen beiden vorherigen Ninjafilmen mit Sho Kosugi setzt Fistenberg wunderlich wenig auf Brutalität und Splattereffekte, dennoch ist der Film in seiner geschnittenen Fassung, in welcher so ziemlich alles an Blut und Knochenbrüchen fehlt, in Deutschland indiziert. Irgendwie mal wieder nicht ganz nachvollziehbar was die deutschen Zensurbehörden da treiben, besonders das im Rahmen der DVD VÖ anno 2004 ein Antrag Aufhebung der Indizierung seitens MGM abgelehnt wurde und die ungeschnittene Fassung letzt endlich auch nur mit einer Spio/ JK Prüfung durch kam.

Fazit:
Sicherlich ist American Fighter nicht Jedermanns Sache, besonders wegen des großen Trashanteil. So gut wie nie kann man als Zuschauer das Handeln der Figuren nachvollziehen und auch die Effekte sind äußerst billig umgesetzt, wobei ich besonders an die Schwertkämpfe denken muss bei denen zwar mäßig Leute sterben aber so gut wie nie Blut fließt, mal abgesehen von ein paar kleinen roten Streifen ab und zu, die wohl Schnitte darstellen sollen aber den Zuschauer eher zum schmunzeln bringen.
Naja, trotzdem macht es Spaß Michael Dudikoff und Kumpel Steve James bei der Arbeit zuzusehen, viel Action gibt es auch (Allerdings wie gesagt ziemlich billig getrickst) sowie mäßig Ninjas deren (teilweise) kunterbunten Kostüme so manches Kopfkratzen bei mir hervor rufen (Ist hier wirklich Alles ernst gemeint)… Gute 7 Punkte!

Johnny Danger, 25.05.2006 (Update 16.02.2008)

-Offizielle Wertung:
X X X X X X X X X X 07/10