Nachdem der 3 Teil ohne den gebürtigen Kalifornier auskommen musste, meldet sich Michael Dudikoff mit American Fighter 4 als Ninja Joe Armstrong zurück. An seiner Seite: David Bradley, der Hauptdarsteller des enttäuschenden Vorgängers.
Zur Story:
In irgendeinem dritte Weltland (Gedreht wurde in Lesotho/ Afrika, man fühlt sich aber stärker an den nahen Osten erinnert) lässt ein größenwahnsinniger Scheich seine Leute zu Ninjas ausbilden. Geleitet wird das ganze Unterfangen vom obskuren „Super-Ninja“, einen Typen mit silberner Augenklappe und 70´er Jahre Disco-Outfit.
Als eine US Spezialeinheit erst stark dezimiert, dann gefangen genommen wird und die Bedrohung durch den Scheich immer größer wird, schickt man kurzerhand Sean Davidson (David Bradley) und dessen Partner Brackston (Dwayne Alexandre) um sich der ganzen Sache anzunehmen.
Als Beide jedoch auch in die Fänge des Scheichs und seiner Ninjas geraten, schaltet sich Joe Armstrong (Michael Dudikoff) ein. Dieser hatte dem Kämpfen eigentlich abgeschworen und arbeitet mittlerweile für das Friedenschor, für welches er Kinder in der dritten Welt unterrichtet.
Armstrong macht sich nun auch auf in das Land des durchgeknallten Scheichs um seinen Freund Sean zu retten und dem wilden Treiben des Schurken und seiner Ninjas ein Ende zu bereiten.
Hilfe bekommt er dabei u.a. von einem Haufen Rowdys, die in einer Art Blech Fort leben und stark an die Mad Max Filme mit Mel Gibson erinnern…
Der "Super-Ninja" hat eine Vorliebe für Glitzerklamotten die stark an die Discozeiten der 70´er erinnern. Im Finale trägt er dann aber überraschender Weise recht schlichtes Schwarz. |
Mit Michael Dudikoff als Joe Armstrong kommt nach der Schlappe mit dem 3 Teil wieder der Charme der ersten Beiden American Fighter Filme zurück. Schade ist nur, das Steve James nicht mehr mit von der Partie ist, hatte er ja mit seinem, auch im privaten Leben, besten Freund Michael Dudikoff doch stets für gute Unterhaltung gesorgt.
Wie auch beim Vorgänger nahm Cedric Sundstrom auf dem Regiestuhl platz und lernte anscheinend tatsächlich seit Teil 3 Einiges dazu. Zwar (Oder zum Glück?) hat er wieder Alles überaus trashig und mit einem Hang zum Dilettantismus in Szene gesetzt, jedoch auch gleichzeitig Alles ziemlich bunt gehalten und für eine setzt konstante unterhaltsame Bildsprache gesorgt.
Was aber dann doch schon etwas zu schlampig is Bild fällt, ist die Inszenierung der Kämpfe. Alles kommt sehr steif und träge daher und besonders bei Dudikoffs Kämpfen merkt man, das dieser (zumindest damals) keine große Kampfsport Leuchte war. Anders sieht es da schon bei David Bradley aus. Dieser verteilt allerhand Trittkombinationen an seiner Gegner, welche aber wieder rum auch ziemlich passiv in der Gegend rum stehen. Da fragt man sich schon, was die Ninjas da eigentlich den ganzen Tag trainieren.
Merkt ja keiner wenn man der einzige ninja ohne Maske ist. Ebenso wenig wie wenn gut sichtbar Leichen rumliegen und man öffentlich Leute umbringt! Man merke dabei: David Bradley (Rechts im blauen Hemd) ist im Blickfeld der Anführer. |
Fazit:
Billig, unlogisch, dämlich… unterhaltsam! Eigentlich ein typischer 6 Punkte Kandidat aber für einen coolen, wortkargen Michael Dudikoff, David Bradleys Fönfrisur, der kunterbunten Ninjaschau (Weiß, Blau, Rot, Alles ist dabei) und natürlich dem Super „Disco“ Ninja laß ich mich dann doch noch zu guten 7 hinteißen. Dem Vergleich mit dem Vorgänger (Auch 7) hält er dennoch nicht ganz stand!
Johnny Danger 15.03.2008