POW! – THWACK! – ZWAPP! Wer einmal die kunterbunte Batman Serie aus den 60´ern gesehen hat wird Sie so schnell nicht mehr vergessen. Schrill, lustig und herrlich debil hat Sie auch mich als Kind regelmäßig an den Fernsehbildschirm gefesselt und für etliche höchst amüsante Stunden gesorgt. Leider stößt Sie aber gerade aus den genannten Gründen DC Comics heutzutage so übel auf, das man sich alle Mühe gibt die Serie unter dem Tisch zu halten, sehr zum Unmut etlicher Fans. Aber immerhin hat es der der hier vorliegende Kinofilm zur Serie zu einer Veröffentlichung geschafft.
„Welche frucht ist gelb und lässt sich pellen?“
„Offenbar eine Banane!“
„Stimmt genau! Das Nächste: Welche Frau folg als Erste in das Weltall?“
„Eine Russin wenn ich mich nicht irre, ja eine Russin!“
„Auch richtig, also was meinst Du, was das bedeutet?“
„Eine Banane, eine Russin… Ich weiß es! Eine Frau, eine Russin, rutscht auf einen Bananenschale aus und bricht sich´s Genick!“
„Ja, genau Robin! Die einzig mögliche Folgerung!“
Wie auch in der Serie wird Batman im Kinofilm von Adam West und sein Sidekick Robin von Burt Ward gespielt. Als Gegenspieler stellen sich Cesar Romero als Joker, Burgess Meredith als Pinguin, Lee Meriweather als Catwoman (In Deutschland zum Katzenweib umgetitelt) und Frank Coroshin als Riddler (Zum Rätselknacker eingedeutscht) auf.
Tja und Alle samt spielen ihre Rollen als währen Sie irgendwelche angetrunkenen Jahrmarksverkäufer. So etwa dachte Cesar Romero noch nicht einmal im Traum dran sich für die Rolle des Joker seinen Schnauzer abzurasieren und ließ diesen einfach überschminken. Die einzige Person bei der auch nur ein Hauch von Können durchschimmert ist Frank Coroshin dessen schurkisches Lachen einen wirklich die Tränen in die Augen treibt.
„Was wiegt 180 Gramm, sitzt auf einem Baum und ist sehr gefährlich?“
“Ein Spatz der eine Pistole trägt!“
“Ja, das stimmt!“
Wenn 4 Superschurken wie diese hier zusammen arbeiten dürfte es wohl klar sein, das es sich um die Weltherrschaft dreht und diese will man mit der Erfindung eines „leicht“ durch geknallten Wissenschaftlers an sich reißen, welche über die Fähigkeit verfügt dem menschlichen Körper zu dehydrieren und ihn zu einem Haufen Staub zusammen fallen zu lassen. Passend zum kunterbunten Sixties-Styling sieht der Apparat wie ein handelsüblicher Staubsauger aus.
Da hat das dynamische Duo natürlich allerhand zu tun und tollt sich dabei nicht nur in herrlich schlecht cheographierten Schlägereien die mit farbprächtigen BANG! POW! CRASH! Sprechblasen unterlegt sind sondern misst sich dabei auch noch in unfassbar debilen Dialogduellen.
„Es mögen vielleicht Trinker sein, Robin, aber es sind auch menschliche Wesen und sie werden vielleicht auch noch gerettet. Ich konnte nicht anders handeln“
Was soll ich sagen? „Batman hält die Welt in Atem“ reißt einfach von der ersten Sekunde an mit und Regisseur Martinson schleift den Zuschauer wirklich von einer schrägen Idee zur nächsten . Da reitet man etwa auf riesigen Regenschirmen durch die Luft oder lässt schlecht gemachte Gummihaie aus dem Wasser springen die sich nur mit dämlich betitelten Fantasywaffen besiegen lassen. Man fühlt sich hier ungefähr wie ein Kind auf einen risigen Rummelplatz das gar nicht weiß zu welcher Attraktion es als Nächstes gehen soll.
Den Feinschliff zur Zeitlosen Trashgranate geben dann noch die bereits erwähnten selten dämlichen Dialoge, welche wirklich nur unter Drogeneinfluss entstanden sein können.
Ganz großes Kino!
Johnny Danger, 19.02.2009