-Titel: Black Panther
-Originaltitel: Ninja: American Warrior
-Alternativtitel: Black Ninja, Black Ninja- Black Panther
-Kategorie: Action, Ninjas, Supertrash
-Herstellerland und Jahr: Hongkong 1987
-Regie: Tommy Cheng
-Drehbuch: Martin Greenfield
-Kamera:  
-Musik: Sherman Chow
-Special FX: William Muller
-Produzent(en): Tomas Tang
-Darsteller: Joff Houston, John Wilford, Glen Carson u.a.
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Cover der deutschen VHS von New Vision
-Review:

Auch wenn es mit Sicherheit für den einen oder anderen Leser recht abstrakt klingen mag, aber dieser Film hat in den Jahren 2006 – 2008 meinen Filmgeschmack entscheidend beeinflusst. Für geschätzte 500 Hongkong-Dollar in den tiefsten 80´ern irgendwo in einem Hongkonger Park innerhalb weniger Stunden abgedreht, schaffte dieser Supertrash mit seinen schlecht sitzenden Kostümen und dämlichen Dialogen es doch glatt mich in einen derartigen Zustand aus Verwunderung und Dauerlachen zu versetzen das in mir ein immer größeres Verlangen nach dem Cut-Paste Schwachsinn aus dem Hause IFD und Filmark keimte. Schon fast wie eine Droge, denn hier eröffnete sich direkt vor mir eine Welt des Abstrakten wie Sie sonst nirgendwo zu finden ist, selbst nicht in den Filmen eines Krishnah Shah oder Noburu Iguchi.

„Es sind die Black Ninjas! Sie haben sich in der letzten Zeit darauf spezialisiert ranghohe Militärpersonen unserer Armee zu ermorden. Sie gehen dabei so verdammt schnell und geschickt vor, das es unsere Polizei bisher überhaupt keine Beweise gegen Sie hat!“

Dabei fängt der Film eigentlich ganz banal an, als ein Typ Namens John mit seiner Freundin Helen deren Onkel vom Flughafen abholt. Doch schon in den Anfangsminuten offenbart sich dem Zuschauer der schiere filmische Wahnsinn als sich der Taxifahrer in einen Ninja verwandelt und Helen und ihren Onkel, der ganz zufällig auch noch ein angesehener thailändischer General ist, meuchelt. Doch John ist Hauptberuflicher Ninja und vermöbelt prompt den Taxifahrer samt Ninjakollegen, die ohne jegliche Erklärung plötzlich ins Bild springen.
Aber Produzent Tomas Tang weiß gleich noch einen drauf zusetzen und lässt unseren Ninja John Hilfe beim thailändischen Soldaten Vegara suchen. Diesen will er beim Verbrecherboss Marshal unterzubringen, der hinter dem fiesen Ninjaanschlag steckt, was natürlich keiner erst heraus finden muss sondern jeder hier sofort weiß. Als der geniale Plan nicht aufgeht, beschließt John das geheime Ninjalager ausfindig zumachen während Vegara Marshals Sohn Ian umbringen will, weil dieser seine Frau vergewaltigt hat. Als ob das nun nicht schon Alles genug wäre, musste ich, als völlig Unerfahrener in Sachen Cut/ Paste Trash, auch noch feststellen, das dabei Vegara, Marshal und Co. aus einem ultra billigen, scheinbar aus Thailand stammenden Actionfilm herein geschnitten wurden. Dabei ist die Tatsache, dass das Thai-Material im Vergleich mit dem in Hongkong Gedrehten von der Bildqualität her deutliche Qualitätsunterschiede aufweist, noch das geringste Problem.

Während John sich nun um die fiesen Ninjas kümmert, erschießt Vegara mal eben nebenbei Ian und flüchtet, zusammen mit dessen Schwester, vor Marshals Leuten in den Dschungel. Der nun folgende Kleinkrieg aller Rambo ist im selbst Film aber eher Nebensache den Johns Auseinandersetzungen mit den Ninjas strotzen von solch Wahnsinn wie auch Einfallsreichtum, das Vegaras Story neben ihr verblasst und diese Sequenzen vom Zuschauer eher dazu benutzt werden müssen, das Gezeigte in Sachen Ninjas zu verarbeiten. Es ist wirklich schwer das Gezeigte dabei in Worte zu fassen, denn man muss es einfach gesehen haben um es zu glauben. Neben den obligatorisch miesen Darstellern, deren Minimalmimik und dämliche Kommentare dem geneigten Zuschauer ein Dauergrinsen ins Gesicht zaubern, gibt es da etwa rund ein Dutzend höchst amüsanter Ninja-Geheimtechniken wie etwa das Unsichtbarmachen, wobei man einfach im Schnittraum 2 Bilder übereinander legte oder dem Regenschirm, der ultimativen Geheimwaffe des bösen Oberninja. Mein persönliches Highlight stellt aber eine eher kurze Szene da, in welcher einem Soldaten eine Schlange auf die Schulter fällt und dieser dabei dermaßen Grimassen zieht, das ich wirklich am Boden lag vor lachen.

Neben Filmen wie „Hard Rock Zombies“ und Machine Girl ist „Black Panther“ ohne jede Frage eine der ultimativen Bewährungsproben für jeden der sich Trashfilmliebhaber nennt. Jedem der Wert auf eine durchdachte Story und gute Darsteller legt sei geraten, einen möglichst großen Bogen um dieses Stück Film zu machen!

Johnny Danger 28.07.2006 (Update 31.01.2009)

-Offizielle Wertung:
X X X X X X X X X X 08/10