UAAHRRRGGGGGG… Ich glaube meine Schädel explodiert.
Counter Destroy ist echter Hardcore Supertrash der Spitzenklasse und absolute Zerreißprobe für jeden Trashfan.
Laut der größten deutschen Filmdatenbank soll der Film außerdem die Fortsetzung zu Robo Vampire darstellen. Zwar treten einige der Figuren des Films wie der Robocop Abklatsch und die hüpfenden Vampire hier auch auf und Bruce Lambert (Wer sich auch immer hinter diesem Pseudonym verbergen mag) sowie Tomas Tang zeichnen sich wieder verantwortlich aber das wars dann auch schon mit den Gemeinsamkeiten beider Filme. Wenn man ehrlich ist, haben die gleichen Gemeinsamkeiten haben auch dutzende von Tangs Ninjafilmen.
Nun aber zum Film selber:
Dieser handelt von 2 Frauen, welche sich auf eine einsame Insel zurückziehen um ein Drehbuch über die Geschichte eines chinesischen Kaisers zu schreiben.
Gleich von Anfang an wird dem Zuschauer hier ein Trashlevel vorgelegt, welches nur sehr schwer in Worte zufassen ist. Unsere Akteure mit den Namen Joyce und Sidney werden von ihrem Schaffer an einer Art Bushaltestelle abgesetzt und befinden sich sofort in der nächsten Kameraeinstellung in irgendeinen Stadtpark innerhalb Hongkongs. Laut dem Cover der deutschen VHS soll es sich hier um eine Insel, nur merkwürdig, das man im Hintergrund überdeutlich Hochhäuser wie auch eine befahrene Straße erblicken kann.
Nach kurzen Aufeinandertreffen mit einem Taoisten, der hier zu leben scheint (Abgesehen vom anderen Schauspieler ähnelt er ziemlich stark dem aus Robo Vampire), beziehen die Frauen eine Villa wo Sie sich dann auch für den Rest des Films aufhalten werden.
Von nun an nimmt der ganze Film ziemlich wirre Züge an und wechselt den Hauptcharakter fast alle 10 Minuten. Scheinbar haben Godfrey Ho und Tomas Tang für diesen Streifen mal ihr ganzes Archiv entrümpelt und einfach rein geschnitten was bisher keine Verwendung in anderen Filmen fand.
Als Erstes haben wir es da nun mit der Geschichte unserer beiden Drehbuchautorinnen zu tun. Die bekommen es neben 2 hüpfenden Vampiren inklusive dem schlechtesten Vampirgebiß aller Zeiten auch mit einem etwas merkwürdigen Freddy Krüger Klon zu tun.
Dann gibt es da noch den Chef der beiden Frauen, welches sich innerhalb eines Stadtparks an einer stark befahrenen Straße neben 2 weiteren Vertretern der hüpfenden Vampirgattung sich auch mit einen Bodybuilding Zombie rumärgern muss. Zufällig ist der Typ wie dann auch noch ein Ninja was hier einen ziemlich lustigen Fight garantiert.
Ein weiterer Part entstammt einem scheinbar aus Thailand stammenden Actionfilm mit Sorapong Chatree in der Hauptrolle. Dieser Teil ist absolut langweiliger Müll und animiert beim mehrmaligen anschauen (Wers wagt…) zum vorspuhlen.
Es ist schon eine recht lustige Begebenheit, dass scheinbar wirklich jeder Film, in den Chatree mitgespielt hat nie offiziell veröffentlicht wurde. Stattdessen wurde das Material dann irgendwann nach Ende der Dreharbeiten von Joseph Lai, Tomas Tang und Co. aufgekauft und in die selbst produzierten Werke herein geschnitten.
Tja und so wenig Talent wie Herr Chatree hat, in genauso vielen Filmen hat er auch mitgespielt…
Im letzten Drittel des Filmes zieht Regisseur Bruce Lambert dann noch mal Alle Register seines Könnens und läßt Counter Destroy geradezu in einer riesigen Trashexplosion enden.
Unsere Drehbuchautorin Joyce ist auf einmal vom Geist unseres Freddy Krueger Klon besessen, welches laut eigener Aussage einst der chinesische Kaiser war, über den man das Drehbuch schreiben wollte.
Unsere Besessene tötet dann schließlich ihre Kollegin in alter Freddy Manier.
Anschließend vermanifestiert sich unser Geister Kaiser dann doch wieder irgendwie in der realen Welt. Jetzt tauchen auch noch die 2 hüpfenden Vampire wieder auf und hampeln durch die Gegend. Aber auch der Chef der Damen stattet Uns einen Besuch ab und man erfährt, das er neben ein Ninja auch ein Cyborg ist in welchen er sich auch umgehend verwandelt. Mit seiner übergroßen Knarre kloppt er sich nun mit dem Freddy Krüger Klon, während sich der Bauch von Joyce urplötzlich aufbläht und ein seltsamer Fleischklumpen heraus springt, der sich in der nächsten Einstellung in eine Miniversion der hüpfenden Vampire verwandelt hat.
Man erfährt, dass es sich bei ihm um den Sohn des, gerade gegen einwackelige Pseudosteinwand aus Pappe fliegenden, Freddy Krüger Klon handelt und eben frisch der Hölle entstiegen ist.
Die beiden hüpfenden Vampire versuchen nun aus irgendeinen Grund den Sprößling zu fangen, Dieser pinkelt ihnen aber lieber auf die Köpfe.
Auf einmal taucht dann der Taoist vom Anfang auf, und stellt klar, das er der Chef der hüpfenden Vampire sowie von Freddy inklusive Sohn ist. Alle schließen daraufhin Frieden und der Film ist zu Ende (Kein Witz)!!!
Fazit:
Oh man… Counter Destroy ist schon verdammt harter Stoff, der an einem Stück nur schwer durch zuhalten ist. Wer sich den Film dennoch antun möchte, den empfehle ich dringest mindestens eine Pause während der Laufzeit zu machen, ansonsten findet man sich 2 Tage später noch sabbernd irgendwo auf einer Parkbank wieder.
P.S.
Wo die groß auf dem VHS Cover erwähnte Falltüre durch die Zeit geblieben ist, frage ich mich übrigens heute noch
Johnny Danger 12.08.2007