-Titel: Dangerous Seductress
-Originaltitel: Dangerous Seductress
-Alternativtitel:  
-Kategorie: Supertrash
-Herstellerland und Jahr: Indonesien 1992
-Regie: H. Tjut Djalil
-Drehbuch: H. Tjut Djalil
-Kamera:  
-Musik: Janice Hubbard , Michael Silversher
-Special FX: Steve Prouty
-Produzent(en): Raam Soraya
-Darsteller: Tonya Lawson, Kristin Anin, Joseph Cassano u.a.
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Cover der US DVD von Mondo Macabro
-Review:
Wir schreiben das Jahr 1992, die indonesische Filmindustrie ist am Zusammenbrechen und H. Tjut Djalil, seines Zeichens Regisseur solch filmischer Meilensteine wie Lady Terminator, scheint sich verpflichtet zu fühlen noch einmal einen richtigen Kracher abzuliefern. Das Endergebnis seiner Arbeit hört auf den Namen „Dangerous Seductress“ und ist wieder mal Trash wie er eigentlich nur aus Indonesien stammen kann.

Der Film eröffnet mit einer wilden Verfolgungsjagd quer durch Jakarta, welche schließlich auf einem abgelegenen Friedhof in einem Blutbad endet. Einer der Gangster verliert, während der Schießerei mit der Polizei, einen seiner Finger an welchem ein geheimnisvoller Ring prangt. Dieser setzt den Geist einer sexy Hexe frei, die natürlich Blut zum überleben braucht. Daher fährt Sie kurzerhand in die nicht minder attraktive Suzan, welche umgehend damit beginnt durch die Clubs der indonesischen Hauptstadt zu ziehen und Männer aufzureißen, deren Blut dazu dienen soll ihren Durst zu stillen.
Doch es gibt da auch noch Suzans Schwester und deren Freund, die mit einem Voodoo Priester versuchen die Besessenen zu stoppen was schließlich in einem Showdown aus Rauch und lustig anmutenden Zeichentrick-Blitzen gipfelt.

Wie auch schon in oben erwähnten Lady Terminator bietet auch „Dangerous Seductress“ typisch indonesischen Hardcoretrash mit einigen äußerst skurill anmutenden Szenen. So gibt es da etwa einen Hund, der am Anfang des Filmes der halbverwesten Hexe ins Bein beißt und daraufhin kurzerhand von ihr ausgesaugt wird sowie einen mehr als skurillen Voodoo-Priester, dessen Auftritte zu den absoluten Highlights zu zählen sind (Seine Einspannung in eine Tiersnuffszene allerdings weniger).
Zudem verfügt der Film mit Tonya Lawson über einen echten Hingucker in der Hauptrolle und man vermag sich nicht vom Bildschirm los zu reißen, wenn Sie in knapper Reizwäsche etwa eines ihrer Opfer mit einer Harpune an der Wand festnagelt und ziemlich blutig mit einem ihrer Stöckelschuhe in dessen Hals tritt.
Aber der Film hat auch seine Schwachpunkte. Zum einen wären da etwa die Fotoshootings von Suzans Schwester, welche recht sinnfrei und nicht minder großzügig als Lückenfüller in den Film geschnitten wurden und zum anderen gibt es da noch einen Soundtrack, dessen nervtötende Töne nicht gerade selten die Ohren des Zuschauers strapazieren. Ich würde dabei sogar so weit gehen und behaupten, das es sich um einen der schlechtesten Soundtracks handelt, die mir bisher begegnet sind.
Leider fallen die Kritikpunkte bei „Dangerous Seductress“ im Endeffekt derart schwer ins Gesamtbild, das ich mich, trotz etlicher Schauwerte die das Angucken rechtfertigen, nur zu einer Gesamtwertung von 6 Punkten durch ringen kann.

Johnny Danger, 03.01.2010

-Offizielle Wertung:
X X X X X X X X X X 06/10