Nach dem äußerst unterhaltsamen Planet Terror von Robert Rodriguez (From Dusk Till Dawn) musste ich mir auch unbedingt den hier vorliegenden Death Proof angucken.
Beide Filme bildeten unter dem Titel „Grindhouse“ ja ursprünglich ein Double Feature, welches als Homage an die Trasheskapaden der 70´er darstellen sollte.
Nachdem der Film aber in den US Kinos ziemlich baden ging, schnitt man aus den Segmenten „Planet Terror“ und „Death Proof“ 2 seperate Filme zusammen welche an den Kinokassen außerhalb der USA einzeln an den Start gingen.
Nun aber genug abgeschweift, machen wir doch am besten erstmal mit einer kurzen Storyzusammenfassung weiter:
Kurt Russel (Die Klapperschlange) spielt den irren Stuntman Mike, der immer mal wieder gerne ein paar Leute überfährt oder Sie in seiner Beifahrerkabin „zu Tode bremst“.
Nachdem er in Texas 3 Freundinnen während eines Crashs umbringt… Er selber liegt danach aber auch mit einigen kleinen Verletzungen im Krankenhaus… versucht er das selbe in einem anderen Bundesstaat mit einer anderen Gruppe Freundinnen.
Die Gastauftritte von Regisseur Quentin Tarantion (Links) und Kollege Eli Roth (Rechts) hinterlassen einen etwas komischen Eindruck |
Hört sich jetzt zwar nach einen Kurzfilm an, streckt sich aber tatsächlich über ganze 90 Minuten.
Zum Großteil besteht der Film nur aus langweiligen Dialogen und es dauert satte 45 Minuten (!!!) bis überhaupt mal was passiert.
Tarantinos andere Werke wie etwa Pulp Fiction und Reservoir Dogs legen zwar auch ziemlich großen Wert auf die Dialoge aber dort waren diese noch gewitzt, gut durchdacht und wirklich mehr als gekonnt in Szene gesetzt. Hier ist einfach gar nichts los… Und zudem können die meisten Figuren einen als Zuschauer auch noch ziemlich schnell auf den Kecks gehen…
Fürs Finale hat Tarantino sich dann mit der Verfolgungsjagd doch noch was ausgedacht, dieses dann aber etwas schwach und ziemlich eintönig umgesetzt. Der Wandlung Stuntman Mikes vom Macho zum weinerlichen Weichei kann ich zudem rein gar nichts abgewinnen, da hier auch wirklich die letzte Coolness verloren geht.
Fazit:
Wenn ich dran denke, das ich wirklich drauf und dran war, mir den Film für gutes Geld zuzulegen, bin ich doch recht froh, ihn mir doch vorher angeguckt zuhaben.
„NIEMLAS“ hätte ich gedacht, das Quentin Tarantino wirklich so schlechte Arbeit ablegen kann. Versteht mich nicht falsch, ich finde seine Filme Reservoir Dogs und Pulp Fiction wirklich genial, aber seit letzteren nehmen seine Filme mehr und mehr an Qualität ab. Bisher war dabei zwar trotzdem Alles noch in der oberen Liga anzuordnen aber mit Death Proof kann er sich schon „fast“ neben Steven Seagal Platz nehmen. Beide könnten ja eigentlich mal einen Film machen… Vielleicht die perfekte Gelegenheit für Beide, zu alter Stärke zurück zugelangen.
Auch wenn Death Proof einer meiner „Hassfilme“ der letzten Jahre ist, bekommt er dennoch für seine, immerhin aus technischer Sicht, guter Umsetzung und den irgendwie ziemlich unützen Gastauftritten von Eli Roth (Hostel 1 und 2) sowie des Meistersselbst 3 Gnadenpunkte!
Johnny Danger 17.02.2008