Erste Schauspielerfahrungen machte Dyanne Thorne schon im zarten Alter von 3 Jahren im Rahmen einer Kirchenaufführung. Irgendetwas scheint dabei hängen geblieben zu sein, denn nach ihrem Schulabschluß zog Sie nach New York um Schauspielerin zu werden.
Ihre erste „echte“ Rolle hatte Sie dabei 1960 im Film Who´s that Lady. Es folgten kleine Rollen in diversen TV-Produktionen und Broadway Stücken ehe Sie im Jahr 1965 in dem Film Encounter ihre erste Hauptrolle bekam. Dummerweise hat Sie bis heute noch nicht dafür ihre Bezahlung erhalten…
Weil ihre Karriere sich schleppend hinzog und auch nichts richtiges in Aussicht war, zog Thorne 1966 schließlich nach Los Angeles, um dort ihr Glück zu versuchen.
Hier spielte Sie zwar u.a. in einer Folge Star Trek mit aber trotzdem kam ihre Karriere einfach nicht in Fahrt, was auch daran gelegen haben mag, das ihre eher kleinen Filmrollen oftmals nicht den Schnittraum heil überlebten.
Thorne musste sich irgendwie umorientieren und so begann Sie Rollen zu übernehmen, die sonst keiner spielen wollte. Meist handelte es sich dabei um C-Film Schund mit Klangvollen Titeln wie Point of Terror und Blood Sabbath. Nebenbei arbeitete Sie in dieser Zeit auch als Model im Erotik Bereich, sprich Nackt Fotos.
Regisseur Don Edmonds und Produzent David F. Friedman casteten Sie schließlich Anfang der 70´er für Ilsa – She Wolf of the SS, im deutschen Raum auch bekannt unter Ilsa – Die Hündinnen vom Liebeslager 7. Hier spielte die schöne Blonde die sadistische Ilsa, Leiterin eines Nazi Konzentrationslagers.
Der Film wurde ein großer Erfolg, jedoch bekam Thorne durch das ziemlich Skandalöse Thema des Films auch Probleme mit Freunden und fand einfach keinen Agenten mehr. Sie war einfach ein zu „heißes“ Eisen.
Nachdem die Rollen Angebote dem entsprechend mies waren, übernahm Sie dann auch die Hauptrolle in der Fortsetzung Ilsa – Haremkeeper of the Oilshiek, oder zu deutsch auch Ilsa – Haremswächterin des Ölscheichs. Da Ilsa ja im ersten Teil am Ende so zu sagen der Kopf weggeschossen wurde, wandelte man Alles einfach ein bisschen ab und verlagerte die Szenerie in den Orient. Trotz einiger Probleme am Set wurde der Film ein ebenso großer Erfolg wie sein Vorgänger und verhalf Thorne zu einem Vertrag über 10 Ilsa Filme.
Es folgten Ilsa – The Wicked Warden, zu deutsch Greta – Das Haus ohne Männer, unter der Regie von Jess Franco, welcher aber nicht wirklich der Reihe zu zuordnen ist sowie der 3 Ilsa Teil: Ilsa – The Tigress of Siberia, Ilsa – Die Tigerin. Danach sollte die Serie mit Ilsa meets Bruce Lee in the Devil`s Triangle, einen Martial-Arts Fern-Ost Crossover, fortgesetzt werden, Jedoch schnitt der 3 Teil so schlecht aber, das Thorne auch gleich wieder ihren Vertrag verlor.
Mit dem Verlust war dann auch ihre Karriere als Schauspielerin so gut wie besiegelt und Thorne hangelte sich in den Folgejahren nur noch so durchs Filmgeschäft wobei lediglich ihre Rolle in der James Belushi Komödie Real Man aus dem Jahre 1987 noch erwähnenswert ist, welche aber auch zugleich ihre Letzte darstellt.
Heute lebt Sie in Las Vegas, wo Sie mit ihrem Ehemann Howard Maurer eine Kapelle hat, in welcher Sie auch als Priesterin tätig ist.
2007 schuf Regisseur und Musiker Rob Zombie mit Werewolf Women of the SS im Rahmen von Quentin Tarantinos und Robert Rodriguez Grindhouse eine Homage an die Ilsa Filme. In dem Trailer sollte eigentlich auch Dyanne Thorne mitspielen, jedoch erteilte diese Zombie eine Absage, da Sie es nicht für lohnenswert erachtete, für einen Tag von Las Vegas nach Los Angeles zu fliegen.
Als Informationsquelle für diese Biographie diente die Internetseite wicked-vision.de