Mit „Ong Bak“ und Folgewerken wie „Revenge of the Warrior“ und „Born to Fight“ hat sich das thailändische Actionkino schlagartig bei jeden Fan gepflegter Action einen Namen gemacht. Und auch mich haben Leute wie Tony Jaa oder dessen Mentor Panna Rittikrai mit ihren atemberaubenden Stunts in ihren Bann gezogen.
Die Hauptrolle des „Jone Bang Fai“ spielt Dan Chupong, welcher, gleich Tony Jaa, unter Panna Rittikrai lernte und erstmals 2004 mit „Born to Fight“ auf sich aufmersam machte. |
Mit „Born to Fight – Dynamite Warrior“ liegt nun einer der neusten Action-Blockbuster aus Thailand vor.
Thailand 1822, damals als Siam bekannt.
Graf Wang, gespielt vom thailändischen Popstar Leo Putt, will das dicke Geld machen indem er Traktoren aus dem Ausland importiert und Sie an Bauern verkauft. Doch deren Geldbeutel reicht vorne und hinten nicht für eines der Fahrzeuge und so bleibt man lieber bei den altbewährten Wasserbüffeln.
Da er nun auf seinen Traktoren sitzen bleibt ist der Graf stink sauer und holt sich einen ziemlich schrägen Kannibalen ran, welcher mit seiner Schlägertruppe den Bauern deren Wasserbüffel klauen soll.
Das ganze klappt recht gut, bis man auf einen Zauberer stößt, der mit den Tieren handelt und im Kampf unüberwindbar scheint. Und so kommt dann der schwarze Dämon ins Spiel, dargestellt von Panna Rittikrai, welcher den Zauberer aus dem Weg schaffen soll.
Um jenen seiner Kräfte zu berauben muss man ihn mit dem Mentruationsblut einer Jungfrau in Berührung bringen. Da der Dämon aufgrund eines Fluches zum Kämpfen selbst nicht Fähig ist, sucht man Hilfe bei Jone Bang Fai, einer Art siamesischer Robin Hood der mir selbst gebastelten Raketen kämpft, welcher den Zauberer für den Mörder seiner Eltern hält.
Der Plan des Dämons geht auf und Jone Bang Fai merkt plötzlich, das er für die falsche Seite gearbeitet hat. Also versucht er wieder die Wogen zu glätten und gleich noch mit den schwarzen Dämon zu töten, welcher „ÜBERRASCHUNG“ der wahre Mörder seiner Eltern ist.
Für die Rolle des „Schwarzen Dämons“ trat Thailands Action-Cheograph Nr. 1, Panna Rittikrai, zum ersten Mal seit rund 10 Jahren wieder in einer größeren Rolle vor die Kamera. |
Entgegen anderer großer Thai-Action-Knaller setzt „Born to Fight – Dynamite Warrior“ voll auf Fantasy, prächtige Farbkulissen und knallige Effekte, ohne jedoch an irgendeinen Punkt die Action aus dem Auge zu verlieren, welche auch hier wieder das Fundament des Filmes bildet. Auch wenn diese weit weniger spektakulär ausfällt als etwa bei den Tony Jaa Vehikeln „Ong Bak“ und „Revenge of the Warrior“, ist Sie durchwegs exzellent und mitreißend cheographiert. Um dem Fantasy Anteil der Story gerecht zu werden, setzt Regisseur Chalerm Womping auf allerhand schnelle Schnitte und nicht selten wurde mit Seilen rum getrickst um die Charaktere durch die Luft fliegen zu lassen.
Neben der Action kann der Film, trotz einer stets gut überschaubar und einfach gehaltenen Story, vor allem durch seine teilweise recht abgedrehten Charaktere unterhalten. Da hätten wir in etwa einen groß gewachsenen Kannibalen, welcher unglaubliche Kräfte entwickeln kann wenn er Hunger hat und Graf Wang, welcher mit seiner merkwürdig anmutenden Lachen nicht selten an Dr. Evil aus den Austin Powers Filmen erinnert.
Fans des thailändischen Kinos dürfte aber vor allem die Performance von Tony Jaas Mentor Panna Ritikrai als „Schwarzer Dämon“ interessieren, welcher sich hier zum ersten Mal seit rund 10 Jahren wieder in einer größeren Rolle vor der Kamera präsentiert. Entgegen früherer Werke wie etwa „Born to Fight“ aus dem Jahre 1986 zeigt er sich bei den Kampfszenen allerdings weit weniger aktiv und wird dort größtenteils von Stuntmännern gedoubelt.
Fazit:
„Born to Fight – Dynamite Warrior“ ist mal wieder Das, was das Hollywood Kino von heute gerne sein möchte: Spektakulär inszenierte Action die den Zuschauer vom ersten Moment an mitreißt und so ziemlich jeden langweiligen Abend retten kann.
Johnny Danger, 22.12.2008