-Titel: Expect no Mercy
-Originaltitel: Expect no Mercy
-Alternativtitel: Expect no Mercy - Gnadenlos
-Kategorie: Action
-Herstellerland und Jahr: Kanada 1996
-Regie: Zale Dalen
-Drehbuch: Stephen J. Maunder
-Kamera: Curtis Petersen
-Musik: Varouje
-Special FX: Stan Zuwala
-Produzent(en): Jalal Merhi
-Darsteller: Billy Blanks, Jalal Merhi, Wolf Larson,
  Michael Blanks, Laurie Holden u.a.
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-Externe Links: OFDb, IMDb
   
   

 

 

Cover der deutschen VHS von Ascot
-Review:

Man kann von Billy Blanks Ausflügen ins Filmgeschäft ja halten was man will aber was man nicht abstreiten kann ist, das er den Actionfilm der 90´er auf eine gewisse Art und Weise geprägt hat, auch wenn keiner seiner Werke es mit Genreblockbustern wie Universal Soldier aufnehmen konnte.
Das Zauberwort in „Expect no Mercy” heißt >Virtual Reality< eine Technik, die besonders in den 90´ern recht populär war und mancherorts als Zukunft der Videospiele bezeichnet wurde. Nachdem die Technik, etwa in Form von Nintendos Virtual Boy, aber für den normalen Konsumenten einfach zu teuer war und zudem noch zu bleibenden Schäden seitens des Benutzers führen konnte, wird Virtual Reality mittlerweile (fast) ausschließlich als Ausbildungshilfe in diversen Berufsfeldern benutzt, etwa bei Rekruten der U.S. Army.

Der Filmbösewicht und Sektenanführer Warbeck (Wolf Larson) benutzt in „Expect no Mercy“ die Virtual Reality um seine Jünger ohne großen Aufwand sowie mögliche Verletzungen in Martial Arts zu schulen und Sie so fit für sein Killerkommando zu machen, mit dem er durch Auftragsmorde für allerhand finstere Gestalten die Dicke Kohle macht.
Als man die Leiche eines FBI-Mannes aus einem See fischt, der in Warbecks „Virtual Arts Academy“ verdeckt ermittelte, schickt das FBI ihren besten Mann, Justian Vanier alias Billy Blanks ins Rennen.
Ohne große Probleme nimmt man den talentierten Fighter in die eigenen Reihen auf von wo aus er versucht dem Treiben von Warbeck ein Ende zu bereiten.
Hilfe bekommt er dabei von Eric (Jalal Merhi) welcher auch vor Ort für das FBI tätig ist.

Nachdem der Trailer von Expect no Mercy vorab einen eher schlechten Eindruck hinterlassen hatte, war ich doch überrascht welch eine Perle des Actionfilms… Ähm, Actiontrashs sich hinter der Fassade dieses doch Anfangs eher Müde wirkenden Werkes verbirgt. Billige Actionfilme habe ich ja mittlerweile schon in unzählbaren Massen konsumiert aber so etwas wie hier ist mir wirklich noch nicht unter die Augen gekommen.
Eine der wohl wichtigsten Rollen spielen dabei die, aus heutiger Sicht, völlig veralteten Computereffekte. Auch schon damals, Mitte der 90´er, nicht gerade auf dem aktuellen Stand der Technik, bombadiert Regisseur Zale Dalen den Zuschauer geradezu mit am Rechner regenerierten Szenen welche bei den meisten Zuschauer wohl das Videotape bzw. die DVD auf dem schnellsten Weg in der Mülltonne verschwinden lassen ABER für jeden Freund des Skurillen stellen Sie ein wahres Fest da. Bei den Virtual Reality Fights droht man geradezu zu ertrinken in merkwürdig anmutenden Schläggeräuschen und Lichtblitzen die wohl Treffer darstellen sollen. Den Rest geben dann noch Warbecks Virtual Reality Fighter, wie etwa ein fetter Bandit dem seine Maske nicht passt und ein nicht minder merkwürdig anmutender Clown.

Solche Bilder verraten wohl über den Film mehr, als es niedergeschriebene Worte jemals könnten...

Aber „Expect no Mercy“ schafft es nicht nur durch allerhand skuriller Momente den geneigten Zuschauer vor den Bildschirm fesseln sondern auch mit unerwartet guten und auch recht harten Kampfszenen punkten, von denen in der deutschen Fassung allerdings nicht mehr viel übrig geblieben ist. Neben Kampfsport Krack Billy Blanks, der wirklich bei jeder Gelegenheit seine Brustmuskeln zeigen muss, vermag vor allem dessen Bruder Michael Blanks als Spyder, einer von Warbecks 3 Topkillern, zu überzeugen. Absoluter Höhepunkt des Filmes ist dann auch der Kampf der beiden Brüder welcher allein schon von seiner Inszenierung her zu dem besten gehört was ich bisher an Kampfszenen in U.S. Produktionen gesehen habe.

Wirklich das Einzigste was ich dem Film schlecht anrechnen kann ist Jalal Merhi. Dieser spielt nicht nur erlesen blass und farblos und kann dabei noch nicht einmal aus trashiger Sicht überzeugen, wie etwa der gewohnt überdreht agierende Billy Blanks, sondern liefert hier auch noch, selbst für seine Verhältnisse, nur ziemlich maue Kampfszenen ab.

Fazit:
Wie etwas weiter oben bereits erwähnt, ist "Expect no Mercy" wahre Perle des Actiontrashs, mit erlesen schlechten Schauspielern die wirklich nur noch durch die mehr als miesen Computereffekte getoppt werden. Abgerundet wird das ganze dann noch mit exzellenten Martial Arts Szenen sowie eines 30 Minuten Non-Stop Action Finales, welches lediglich für kurze Zeit von Wolf Larson und dessen Versuch ungeahnte Schauspieltalente zutage zufördern unterbrochen wird…

Johnny Danger, 08.06.2008

-Offizielle Wertung:
X X X X X X X X X X 08/10