-Titel: Final Punch
-Originaltitel: The Circuit
-Alternativtitel: Kickbox Hero, Kickbox-Hero - Kampf des
  Unbesiegbaren
-Kategorie: Action
-Herstellerland und Jahr: Kanada 2001
-Regie: Jalal Merhi
-Drehbuch: Glen G. Doyle
-Kamera: David Pelletier, Curtis Petersen
-Musik: Varouje
-Special FX:  
-Produzent(en): Lanz Boglande
-Darsteller: Olivier Gruner, Gail Harris, Billy Drago u.a.
-Interne Links:  
-Externe Links: Offizielle Website, OFDb, IMDb
   
   

 

 

Cover der deutschen DVD von Highlight
-Review:

Jalal Merhi, ein Name der vielleicht dem Einen oder Anderen Freund gepflegt billiger Actionfilme bekannt sein dürfte. In den 90 ´ern spielte der gebürtige Libanese die Hauptrollen in rund einem Dutzend Filme, meistens an der Seite solcher Persönlichkeiten wie Billy Blanks und Cynthia Rothrock.
Auch wenn er sich über die Jahre in seinem Heimatland einen gewissen Promi-Status erarbeitet haben soll und dort unter „Beiruts Steven Seagal“ bekannt ist, blieb er für die restliche Welt doch im Endeffekt nur ein wiederkehrendes, blasses Gesicht an der Seite diverser B-Movie Stars.
Wohl deshalb beschloss Jalal auch hinter der Kamera Platz zu nehmen. Das 5 Ergebnis war dabei Final Punch… Und hey, der Mann hat anscheinend doch Einiges mehr drauf als nur in der Gegend rum zutreten und blöd in die Kamera zu gucken.

Die Hauptrolle spielt der gebürtige Franzose und zweimalige Kickboxweltmeister Olivier Gruner als Dirk Longstreet.
Er ist der ehemalige Champion eines illegalen Untergrund-Kampfclubs Namens "The Circuit" und mittlerweile als Professor in einer Universität an der Ostküste der USA tätig.
Als Dirks kleiner Bruder in eben jenen Club mitmischen will und dort bald in Schwierigkeiten gerät, schaltet sich der Ex-Champion ein und hat den bösen Buben mal so richtig einen auf die Glocke.

Links Gail Harris als Nicole Kent, Rechts Regisseur Jalal Merhi bei der Arbeit

Neben Olivier Gruner in der Hauptrolle, der zwar recht farblos durch die Gegend hüpft aber dafür ziemlich gute Action abliefert, stechen vor allen Billy Drago und Gail Harris hervor.
Billy Drago, sonst eher für die Darstellung von skurillen Figuren und allerhand Bösewichtern bekannt, spielt hier zur Abwechslung mal einen Guten. Zwar mal für etwas Abwechslung aber Gefallen scheint er an der Rolle nicht gefunden zu läuft ziemlich gelangweilt vor der Kamera hin und her.
Als Eyecatcher präsentiert sich Gail Harris, welche hier auch gleich nochmal als Ausführende Produzentin tätig war.
Nach mehreren Rollen in diversen Erotik und Trashfilmen, nicht selten unter der Regie Jim Wynorskis, wandte die hübsche Engländerin 1997 dem Filmgeschäft dem Rücken zu und trat hier mit Final Punch ein kleines Comeback an. Wohl aufgrund des sich immer noch nicht einstellenden Erfolges beendete sich ihre Filmkarriere dann aber 2004 endgültig. Für den Film beweist Sie sich als große Bereicherung und verleiht dem Werk als Journalistin Nicole Kent einen erotischen Touch, mit dem Sie einige schlechte darstellerische Leistungen ihrer Kollegen, wie etwa die von Bryan Genesse als Oberbösewicht, schafft etwas weniger schlimm auffallen zu lassen.

In Punkto Action kann der Film auf ganzer Linie punkten, was vor allem Gruners beachtlichem kampfsportlichem Können zu verdanken ist. Die Kämpfe sind durchgehend gut cheographiert, für ein solchens B-Movie wirklich erstaunlich professionell. Da mag man auch schon mal über einige kleinere Logikfehler hinweg sehen. Erwähnen sollte man dabei aber wohl auch nochmal, das hier fast außschließlich auf Fußtritte statt Pistolen gesetzt wird.

Fazit:
Mit Abstand einer der besten Kampfsport B-Movies des neuen Jahrtausends der nicht zuletzt wegen seiner symphatischen, wenn auch etwas flachen, Figuren (Ok, mal abgesehen von Genesse, der gewohnt scheiße spielt und Drago, der hier eine ungewohnt schlechte Leistung abliefert) auch nach dem 5 Mal angucken für exzellente Unterhaltung sorgt. Für Regisseur Jalal Merhi sowie Olivier Gruner und Gail Harris wohl der beste Film ihrer jeweiligen Karrieren.

Johnny Danger, 06.04.2008

-Offizielle Wertung:
X X X X X X X X X X 08/10