Im Jahre 1995 landete Regisseur Roger Donaldson
mit Species
eine echten Überraschungshit. Da ließ
Tashurgestein Roger Corman natürlich nicht
lange auf sich warten und schob mit „Forbidden
Beauty – Das Experiment“ kurzerhand
ein Rip-Off hinterher, das sich als Remake von „The
Wasp Woman“ tarnt, mit dem Film tatsächglich
aber nur die Idee des Monsters gemein hat. Auf dem
Regiestuhl nahm dabei Cormans Lehrling Jim Wynorski
platz.
Im Mittelpunkt von „Forbidden Beauty
– Das Experiment“ steht Janice
Starlin, Model und Chefin eines Kosmetikkonzerns,
gespielt von B-Movie Actress Jennifer Rubin, die
wohl am ehesten durch ihre Rolle in „Nightmare
on Elm Street 3 – Freddy Krüger lebt“
bekannt sein dürfte. Seit jüngster Zeit
hat die Dame, deren Gesicht auch zugleich Aushängeschild
der Produkte ihrer Firma ist, mit den Folgen des
Alterns zu kämpfen.
Während einige Leute versuchen Sie in der Firma
abzusägen, sucht Janice Hilfe bei Dr. Zinthrop,
welcher an einem Verjüngungsextrakt aus Wespenhormonen
forscht. Ihm ist es gelungen aus dem Gift einer
Wespenkönigin ein Hormon zu entwickeln, welches,
in die Blutbahn injiziert, einen Verjüngungsprozeß
hervor ruft. Obwohl das Preperat Dr. Zintrophs Testreihe
noch nicht vollständig absolviert hat, lässt
es sich die ehrgeizige Janice injizieren. Als Sie
erste posetive Effekte bemerkt, dringt Janice heimlich
in das Labor des Doktors ein und stiehlt einen kleinen
Vorat von dem Wundermittel. Was Sie jedoch nicht
weiß, ist dass das Mittel einen unerwünschten
Nebeneffekt hat und den Patienten zu einem blutgierigen
Monster mutieren lässt. Dies bekam auch schon
der Doktor zu spüren, als seine Katze sich
in einen Wespenmutanten verwandelte und ihn kurzerhand
vernaschte.
Auch Janice mutiert nun mit der Zeit immer mehr
zum Monster und beginnt sich schon bald ihre ersten
Opfer auszususchen...
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Solche Specialeffekts
Einstellungen sprechen wohl für sich |
Wie es bei Wynorski Tradition ist, liegt das Spiel
der Darsteller auch bei „Forbidden Beauty
– Das Experiment“ jenseits von
Gut und Böse. Da kann Jennifer Rubin, die sich
übrigens in sämtlichen Sexszenen doubeln
ließ, mit ihrem guten Aussehen genauso wenig
bewirken wie Schundfilmer Fred Olen Ray in einer
kleinen Nebenrolle.
Wer aber generell etwas für B-Movie Schund
made in America übrig hat, für den dürfte
auch dieser Film durchaus einige Schauwerte besitzen.
Neben der obligatorischen Wynorski Logik, die den
Zuschauer auch hier mehr als einmal zum schmunzeln
bringt, hat der Regisseur seinen Film mit einer
kräftigen Prise Blut und Sex gewürzt.
Besonders in den ersten 2/3 gibt es einige Erinnerungswürdige
Szenen zu bestaunen, wie etwa eine Sexszene zwischen
Janice und dem Assistenten ihres Freundes mit einem
Höhepunkt der ganz besonderen Art oder die
„Belohnung“ für
den Janice`s korrupten Stellvertreter.
Im letzten Drittel geht der Film dann aber ganz
schön baden, was vor allem einem völlig
gelangweiltem Finale zu verdanken ist. Nie zuvor
habe ich bei einem Film eine derart steile Talfahrt
erlebt. Es macht wirklich den Eindruck als wollten
am Ende nur noch Alle schnell ihren Lohnscheck kassieren
und nach Hause gehen. Da hätte man wirklich
mehr rausholen können. So bleibt an Ende „Forbidden
Beauty – Das Experiment“ nur Futter
für den B-Movie Fan, der sonst schon Alles
gesehen hat.
Da der Film aber irgendwie seit meiner Jugend bei
mir hängen geblieben ist, vergebe ich dennoch
(wenn auch vorsichtig) 6 Punkte.
Johnny Danger 07.07.2006 (Update 08.01.2009)