Godfrey Ho, ein Name bei den es den Einen die Nackenhaare zu Berge stehen läßt und die Anderen vor Freude Purzelbäume schlagen.
Als Godfrey Ho Chi Keung 1948 in Hongkong geboren, wurde er im Jugendalter von seinen Eltern zu einer Karriere als Violinist gedrängt. Er wollte jedoch lieber zum Film.
So kam es auch, das er nach Kanada ging, um dort die große Kunst des Filme Machens zu erlernen. Im Alter von 23 Jahren kam er schließlich zurück nach Hongkong und arbeitete fortan als Drehbuchautor für die legendären „Shaw Brothers Studios“.
Es folgten Arbeiten als Regieassistent für Chang Cheh, seines Zeichens damals einer der größten Regisseure der „Shaw Brothers Studios“. Jedoch hat Godfrey Probleme bei der vorgelegten Produktionsgeschwindigkeit mitzuhalten. Das und der bevorstehende Niedergang des Studios führten gegen Ende der 70´er schließlich zu seiner Entlassung.
Kurze Zeit später traff er dann Joseph Lai und dessen Frau Betty Chan. Die Beiden besaßen eine kleine Produktionsgesellschaft Namens IFD (International Finance Development).
Mit „Paris Killer“ machte Godfrey dann seinen ersten Film für IFD, „Paris Killer“, der gleichzeitig auch sein Regiedebüt darstellte. Schnell folgten andere Filme wie „Enter the invincible Hero“ und „Dragon´s Snakefist“ die Alle gutes Geld für IDF einbrachten.
In den 80´ern begann IFD seinen Fokus auf ein westliches Zielpublikum zu richten und warb allerhand kaukasische Darsteller an. Um Kosten zu sparen erfand man die mittlerweile schon fast legendäre „Cut-Paste“ Technik, bei der man günstig Filmmaterial aufkaufte, meist aus Thailand oder den Philippinen stammend, und dieses mit selbst gedrehten Material zusammen schnitt.
Bevorzugtes Thema bei diesen Filmen waren Ninjas, die man mit Kunterbunten Rauch und komischen Geräuschen über den Bildschirm hüpfen ließ.
Die Filme verkauften sich prächtig und machten Joseph Lai zu einem wohlhabenden Mann. Obwohl er ihm eine Gewinnbeteiligung versprochen hatte, blieb diese jedoch aus denn Godfreys Boss sah das Geld lieber in seiner eigenen Tasche.
Lais handeln führte schließlich dazu, das Godfrey Ho sich mit der Zeit von IFD abwandte, Filme für andere Studios drehte und selbst eine kleine Produktionsfirma Namens „Filmswell“ gründete.
In den Folgejahren drehte er zwar weniger Filme als zu IFD Zeiten, dafür aber mit deutlich höheren Budget, was ihm auch neue Perspektiven ermöglichte.
Zwischendurch gab es aber auch immer wieder kleinere Arbeiten für IFD wie etwa die beiden „Catman“ Filme und diverse Kickbox Streifen.
1992 machte Godfreys Karriere schließlich nochmal einen großen Schritt nach vorne, als er in die USA reiste und sich mit Tai Yim zusammen tat, seines Zeichens Leiter von „Action Star Pictures“ und angesehener Material Arts Meister. Erzeugnis dieser Zusammenarbeit war „Honor & Glory“. Neben Cynthia Rothrock in der Hauptrolle, besetzte man den Film zu einem großen Teil mit Schülern von Tai Yim.
Der Film kam gut beim Zielpublikum gutan und es folgte wenig später die zweite Zusammenarbeit „Undefeatable“. In den Hauptrollen sah man abermals Cynthia Rothrock sowie John Miller, welcher in „Honor & Glory“ den Oberschurken spielte und im echten Leben ein Fitnessstudio leitet. Der Film verkaufte sich wieder ziemlich gut und gilt mittlerweile als kleiner Klassiker.
Nach einer Auszeit von 2 Jahren drehte Godfrey mit „Manhattan Chase“ 1998 dann seinen 3 Film in den USA. In der Hauptrolle abermals Cynthia Rothrock.
Anders als seine Vorgänger ließ dieser sich aber recht schwer verkaufen und wurde erst 2000 veröffentlicht.
Nach diesem Misserfolg orientierte sich Godfrey Ho um und unterrichtet seit 2003 an der Hong Kong Film Academy.
Als Informationsquelle für diese Biographie dienten die Internetseite nanarland.com sowie ein Interview auf ultimateninja.com (mittlerweile geschlossen)