-Titel: Hard Revenge Milly: Bloody Battle
-Originaltitel: Hâdo ribenji, Mirî: Buraddi batoru
-Alternativtitel:  
-Kategorie: Action
-Herstellerland und Jahr: Japan 2009
-Regie: Takanori Tsujimoto
-Drehbuch: Takanori Tsujimoto
-Kamera:  
-Musik: Hikaru Yoshida
-Special FX: Yoshihiro Nishimura
-Produzent(en): Yoichi Kobayashi
-Darsteller: Miki Mizuno, Nao Nagasawa, Ray Fujita u.a.
-Interne Links:  
-Externe Links: Offizielle Website, OFDb, IMDb
   
   
   

 

 

Cover der japanischen DVD von Happinet
-Review:

Mit „Hard Revenge, Milly: Bloody Battle“ setzt Takanori Tsujimoto die Geschichte um die halbmechanische Kampfmaschine Milly fort und versucht sich dabei, im Gegensatz zum Vorgänger, an einem Abendfüllenden Spielfilm.

Der Film setzt einige Zeit nach den Ereignissen des Vorgängers ein. Nachdem Milly die Jack Brothers erledigt hat, zog Sie sich in ein kleines Metallhäuschen auf einem verlassenen Fabrikgelände zurück und fristet seitdem dort ein recht abgeschiedenes Dasein. Doch dann taucht die junge Haru auf, welche Milly bittet, ihr bei der Rache am Mörder ihres Freundes zu helfen. Nach anfänglichen zögern entschließt Sie sich schließlich, der Frau unter die Arme zu greifen. Doch dann erscheint das Brüdergespann Ikki und Hyuma, mit ihrer Gang, auf der Bildfläche, um den Tod von Jack, Anführer der Jack Brothers, zu rächen.

Den Fokus legt Regisseur Tsujimoto, wie auch beim Vorgänger, wieder voll auf die Splattereffekte. Nicht zuletzt da man für den Film keinen geringeren als FX-Guru Yoshihiro Nishimura verpflichten konnte, keimt schnell der Gesanke an ein Effektfeuerwerk alla „Tokyo Gore Police“, doch weit gefehlt. Irgendwie scheint hier einfach das Geld gefehlt zu haben und so pflanzt Tsujimoto immer wieder allerhand nichts aussagende Handlungspassagen zwischen die Effektszenen. Während diese zwar beim Vorgänger auch schon vorhanden waren, aber durch die kurze Laufzeit recht wenig ins Gewicht fielen, wird bei „Hard Revenge, Milly: Bloody Battle“ wirklich aus den Vollen geschöpft. Immerhin bekommt man dabei einen größeren Eindruck von dem verwüsteten Yokohama der Zukunft, was ja beim Vorgänger andersrum auch wieder ziemlich kurz kam. Jedoch regen Tatsachen, wie etwa das in der Zufluchtsstätte und Yokohamas neuer Mittelpunkt >LAND< gerade mal 5 Leute zu leben scheinen, eher zum Schmunzeln an. Wenn dann aber Antiheldin Milly mal auf ein paar Schurken trifft geht’s richtig zur Sache. Übertriebene Blutfontänen und abgetrennte Gliedmaßen gehören dabei zur Tagesordnung, wobei man im Vergleich zum Vorgänger doch etwas weniger drastisch zur Sache geht. Hinzu kommt auch wieder ein ziemlich gut choreographiertes Finale im welchen sich Milly mit Ikki , der mit einem mechanischen Arm ausgestattet ist, prügelt. Einige bizarre Einfälle weiß Tsujiomoto auch wieder einzubringen, auch wenn diese weit weniger auffallen als wie bei den meisten anderen Filmen aus der japanischen POP-Trash Ecke. Eine echte Augenweide, besonders für das männliche Publikum stellt zudem Nao Nagasawa als Millys Zögling Haru da, welche auch schon in Geisha vs. Ninja mit ihren Kampfkunst Darbietungen überzeugen konnte.
Trotz einiger durchaus posetiver Aspekte, bleibt „Hard Revenge, Milly: Bloody Battle“ doch deutlich hinter dem Vorgänger zurück. Er ist weit weniger kompakt, was vor allem daran liegt das die ohnehin schon recht dünne Story ziemlich in die Länge gezogen wurde und weis nur allzu oft nichts mit sich anzufangen. Auch wenn es weitaus schlechtere Filme gibt, bleibt am Ende ein recht überflüssiger Gesamteindruck.

Johnny Danger, 14.03.2009

-Offizielle Wertung:
X X X X X X X X X X 05/10