-Titel: Hard Rock Zombies
-Originaltitel: Hard Rock Zombies
-Alternativtitel: Hardrock-Zombies, Dead Rock Zombies,
  Heavy Metal Zombies, Rock Zombies
-Kategorie: Supertrash
-Herstellerland und Jahr: USA 1985
-Regie: Krishna Shah
-Drehbuch: David Allen Bell, Krishna Shah
-Kamera: Tom Richmond
-Musik: Paul Sabu
-Special FX: John Carl Buechler
-Produzent(en): Krishna Shah
-Darsteller: E. J. Curcio, Geno Andrews, Sam Mann u.a.
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US Kinoplakat
-Review:

Was für eine Granate! Wer sich im Vornherein nicht schon durch den Konsum übelster Trashgurken alla Robo Vampire oder „Devils Sword“ gestählt hat, läuft bei „Hard Rock Zombies“ wirklich Gefahr das sein Gehirn sich zersetzt und man den Rest des Lebens irgendwo mit Zwangsjacke in der Ecke hocken muss. Der ganze Film ist wirklich eine einzige Ansammlung von Skurillitäten. Egal ob übelste Fönfrisuren, miese Effekte oder noch mieser Darsteller, außer Ninja bekommt man hier beinahe alles geboten.

„Amis raus aus USA, Winnetou ist wieder da!“

Entstanden zu den Glanzzeiten des Glamour-Rock, dreht sich der Film um Jesse und seine Band, welche quer durch die USA touren, in verdreckten Kneipen auftreten und auf den großen Durchbruch hoffen. Dieser soll nun ausgerechnet mit einem Auftritt in Grand Guignol kommen, einem kleinen Kaff mitten im Nirgendwo, bei dem sich ein Musikproduzent angekündigt hat.
Doch Alles kommt anders, als Sie sich ausgerechnet bei Adolf Hitler und seiner Familie (!) übernachten müssen. Diese besteht u.a. aus Eva Braun, die sich in einen Werwolf verwandeln kann und mit einen Klappmesser herumspielt sowie 2 Kleinwüchsige von denen einer ein deformiertes Gummimonster ist. Da die Band und ihre verteufelte Rockmusik Hitlers Weltherrschaftsplänen im Weg stehen (Wieso wird nicht erklärt), serviert man Sie kurzerhand ab. Doch die Band steht, dank eines mysteriösen Songs den Jesse kurz zuvor aufgenommen hatte, aus ihren Gräbern wieder auf und knöpft sich in einem Musikclip artigen Rachefeldzug ihre Mörder vor, ehe man sich zur Konzerthalle aufmacht um die letzte große Show zu spielen.
Doch auch Großfamilie Hitler kehrt zombifiziert zurück und fällt über die Einwohner von Grand Guignol her.
Ernst nehmen sollte man dabei den Film wie auch die Figur des Hitler kein bisschen. Die ist hier vielmehr eine gnadenlos überzeichnete Slaptick-Karikatur und regt mit, von schlechten Deutschkentnissen geprägten Reden wie „Intellectuals tot! Amerikanisch Schweine tot! Tot, tot alles tot!“ höchstens zum Lachen an. Im Deutschen schaffte man es mit Dialogen wie „No hope, no dope, no future!“ zudem noch die Originalfassung an Schwachsinn zu toppen. Doch der Film hat noch mehr zu bieten als amüsant dämliche Dialoge, denn neben billigen und herrlich miesen Splattereffekten von John Carl Buechler nahm mit Krishna Shah nämlich ausgerechnet ein Bollywood Regisseur auf dem Regiestuhl platz. Dieser plante „Hard Rock Zombies“ ursprünglich als kleines Intermezzo für seine Teenie-Comedy American Drive-In, entschied sich dann aber doch für einen eigenständigen Film. Vielleicht auch weil es dort etwas schwer war genügend sinnfreie Tanzszenen unterzubringen, wie man es aus Bollywood kennt. In „Hard Rock Zombies“ findet man diese an jeder Ecke, nicht selten völlig sinnfrei als Lückenfüller eingestreut und mit erstklassigem 80`s Hardrock unterlegt. Dabei ist es aber gerade diese recht bizarre Mischung aus Horror, Satire, geringem Budget, erlesen schlechten Darstellern und Musikfilm die den Reiz von „Hard Rock Zombies“ ausmacht. Als im Finale dann auch noch Jesse und seine Band mit Rockmusik gegen Heerscharen von Zombies kämpfen, hat man als Zuschauer das Gefühl das in dieser Welt einfach Alles möglich ist. Da versteht sich die Höchstvertung von selbst.

Als kleine, bizarre Randnotiz sollte noch erwähnten werden, das Jemand aus der Darstellerriege es tatsächlich zu so etwas wie einer Karriere im Schauspielgeschäft gebracht hat. Die Rede ist von Phil Fondacaro, der hier als einer von Hitlers Terrorzwergen versucht eine Kuh zu fressen (!) und sich durch zahlreiche Nebenrollen, überwiegend in Genrefilmen („Bordello of Blood“) und TV-Serien („Sabrina-total verhext“), einen Namen gemacht hat.

Johnny Danger, 16.05.2007 (Update 09.02.2009)

-Offizielle Wertung:
X X X X X X X X X X 10/10