1980 lieferte der Kanadier Paul Lynch mit Prom Night einen der bis Heute bekanntesten Vertreter der damaligen Slasherwelle hin. 1982 legte er dann mit dem hier vorliegenden Homungous noch einen nach ehe er anschließend im Dschungel der TV Produktionen verschwand.
Der Film beginnt am Tag der Arbeit 1946 wo man eine junge Frau Namens Ida kennen lernt. Sie lebt mit ihrer Familie auf einer kleinen Insel wo man nebenbei auch eine Hundezucht betreibt.
An diesem Abend findet im Haus der Familie eine kleine Party statt. Vor dem Haus wird Ida von einem angetrunkenen Mann angesprochen. Sie verweigert jedoch arrogant jeglichen Kontakt und läuft weg. Etwas Abseits des Treibens wird Sie jedoch von dem Mann aufgegriffen und vergewaltigt. Gerade als der Vergewaltiger fertig ist, wird er von einem Hund zerfleischt, der wiederum gerade aus dem Gehege geflohen ist.
Dies geschieht ziemlich Effektvoll und verspricht dem Zuschauer ein Niveau, das der Film über den Rest der Laufzeit aber leider einfach nicht halten kann.
Nach dieser Einleitung finden wir Uns in der Gegenwart bzw. frühen 80´er wieder. Eine kleine Gruppe junger Leute wollen eine Bootstour machen.
Unterwegs lesen Sie auf dem Wasser einen Typen auf, dessen Bootsmotor versagte und schon längere Zeit umher treibt.
An Bord angelangt, erzählt er den Leuten von der Hundeinsel, auf welcher unsere Ida vom Anfang mit einer großen Scharr Hunde allein leben soll.
Nachts kommt es zu einem Streit an Bord worauf hin das Boot versehentlich in Brand gerät und sinkt. Man kann sich gerade noch auf die nahe liegende Hundeinsel retten.
Hunde entdeckt man jedoch vor Ort nur einen und die Insel scheint schon seit Jahren verlassen. Ida ist bereits seit Jahren verstorben und ihre Leiche findet man verrottet im Haus ihrer Familie.
Eine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit der Außenwelt in Form eines Telefons oder Ähnliches ist auch nicht aufzufinden. Zudem sind alle Boote im Bootshaus auf mysteriöse Weise zerstört wurden.
Nach einigen Toten innerhalb der Gruppe kommt man schließlich dahinter, das Idas monströser Sohn auf der Insel sein Unwesen treibt, welcher aus ihrer Vergewaltigung hervor ging. Ein Kampf ums Überleben beginnt…
Tja, hier scheint sich Regisseur Paul Lynch wohl ziemlich deutlich Maneater von Schundfilmer Joe D´Amato als Vorbild genommen zuhaben. Es gibt viele Parallelen zu eben dem Film, wie etwa das kannibalistisch veranlagte Monster wie auch dessen Äußeres.
Richtig zu sehen bekommt man es allerdings erst zum Finale hin wobei man aber auch sagen muss, das konsequent drauf geachtet wird, das Gesicht im Schatten zu halten, wohl um das etwas sparsame Make Up zu vertuschen.
Der Anfang will sich des Weiteren nicht so ganz in den restlichen Film einfügen. Keiner der behandelten Charaktere taucht mehr im restlichen Film auf und auch die ganze Geschichte um auch das Monster ist reichlich konfus gestrickt. Z.b. ist es etwas unverständlich, wieso es so deformiert ist, obwohl Mutter und Vater rein körperlich gut gebaut waren.
Naja, das Einzigste, was die Einleitung bringt, ist der blutigste Effekt des ganzen Filmes in Form des Hundeangriffs auf den Vergewaltiger. Für ein R-Rating wurde Homungous in den USA mal wieder kräftig gestutzt wobei etliche Effekteinstellungen auf der Strecke blieben, was auch wirklich viel der Spannung nimmt. Zu Abgebrochen wirkt einfach das Ganze.
Im direkten Gegensatz zu anderen durch die MPAA (US Pendant zur deutschen FSK) zerschnittenen Genrekollegen, wie etwa Blutiger Valentinstag oder Examen, existiert bei diesem Film allerdings noch eine Unzensierte Version innerhalb des Produktionslandes Kanada.
Leider beruhen die deutsche Fassung, welche mir hier vorlag, wie auch die Meisten anderen Exportfassungen auf der geschnittenen US Version, wieso auch immer.
Fazit:
Wie schon erwähnt lag mir für dieses Review leider nur die gekürzte R-Rated Version zur Verfügung wo durch die Schnitte viele holbrige Sprünge zustande kommen, was auch einen deutlichen Verlust der Spannung beinhaltet.
Abgesehen von eben diesem Manko hat der Film auch einige weitere deutliche Schwächen in Form der ziemlich dünnen Charakterzeichnung wie auch etwas zu große Längen in der ersten Hälfte des Films. Auch die Story an sich ist deutlich verbesserungswürdig da in etwa die Einleitung doch sehr zusammenhanglos dem Rest gegenüber steht und auch der Hintergrund des Monsters zu sehr im Dunkeln bleibt.
Trotz allem gibt’s auch allerhand schlechtere Genrevertreter, also 6 Punkte!!!