-Titel: Ilsa – Die Hündinnen vom Liebeslager 7
-Originaltitel: Ilsa - She Wolf of the SS
-Alternativtitel:  
-Kategorie: Supertrash
-Herstellerland und Jahr: USA 1974
-Regie: Don Edmonds
-Drehbuch: Jonah Royston
-Kamera:  
-Musik: Horst Wessel (Song, Flaggen hoch)
-Special FX:  
-Produzent(en): David F. Friedman
-Darsteller: Dyanne Thorne, Gregory Knoph u.a.
-Interne Links:  
-Externe Links: Dyanne Thorne Special auf Wicked-Vision,
  OFDb, IMDb
   
   

 

 

Cover der NL DVD von JSV
-Review:

Im Allgemeinen stehe ich Frauenfolterfilme ja ziemlich skeptisch gegenüber und die Tatsache, das man sich hier auch noch an der Nazithematik hochzieht macht es dann noch fragwürdiger.
Auf den ersten Blick ist der Film wirklich nur brutale Frauenfolter vor Harkenkreuz Flaggen weswegen es auch wirklich kein Wunder ist, das der Film bis heute nicht in Deutschland veröffentlicht wurde. Wenn man aber etwas genauer hinguckt, ist der Film eine extrem sleazige Trashgranate, die vor historischer Ungenauigkeit nur so strotzt und man trotz des ziemlich hohen Gewaltpegels irgendwie nicht einen Moment ernst nehmen kann.

Nun aber mal zur Story:
Ilsa (Grandios: Dyanne Thorne) leitet ein deutsches Konzentrationslager zur Zeit des 2. Weltkriegs. Unter dem Vorwand beweisen zu wollen, dass Frauen viel Resistenter gegen Schmerz sind als Männer, leitet Sie hier grausame Experimente. Genaue Resultate kann man hier auf jeden Fall nicht vorweisen, viel mehr dient das Ganze dem sensationsgeilen Zuschauer mit möglichst brutalen und erniedrigenden Folterszenen zu „unterhalten“.
Nebenbei ist die großbusige Vollblutdeutsche auch noch eine unersättliche Nymphomanin, bei der jede Nacht ein Gefangener seinen Mann stehen muss. Ihren Anforderungen ist allerdings bisher noch niemand gerecht geworden und so werden regelmäßig ihren Liebhabern die Schniedel abgeschnitten.
Nun gibt es aber einen neuen Gefangenen, der „natürlich“ Amerikaner ist und Ilsa mal so richtig durchrammelt, so heftig, dass Sie ihm sexuell hörig wird. Dies nutzt er dann aus um seine Fluchtpläne und den Aufstand gegen die Unterdrücker in die Tat umzusetzen.

Allein schon wegen dem geschichtlichen Hintergrund ist Ilsa – Die Hündinnen vom Liebeslager 7 eine ziemlich fragwürdige Unterhaltung. Story technisch zeigt sich der Film nicht besonders Fassetten Reich und wartet zudem noch mit etlichen stumpfen Klischeecharakteren auf. Aber wenn Amerikaner versuchen Deutsche zu spielen, kann es ja ziemlich lustig werden und so bekommt man hier einiges an Schenkelklopfern geboten. Allein das komische Deutsch-Englisch ist schon ein absoluter Brüller. Es hört sich wirklich so an, als hätten Regisseur Edmonds und Produzent Friedman einfach mal bei einer Deutschlandreise irgendwo im Biergarten bei ein paar Betrunkenen einige Wörter aufgegriffen und diese nach Lust und Laune im Film eingebaut.

Fazit:
Selbst für meinen Geschmack ist der Film etwas zu stumpf und zusammenhanglos. Aber da der Trash hier wirklich Meisterklasse und Dyanne Thorne ein verdammt geiles „Prachtweib“ ist und zudem auch noch eine wirklich gute Schauspielerische Leistung abliefert (Ich kann versichern, damit ist hier bei weitem die Einzigste) gebe ich Ilsa – Die Hündinnen vom Liebeslager 7 nochmal gerade so 7 Punkte, mit dem Hang nach Unten!

Johnny Danger 17.11.2007

-Offizielle Wertung:
X X X X X X X X X X 07/10