1997: Michael Dudikoff ist nach Fehlgriffen wie Marine Fighter nun wohl endgültig am Tiefpunkt seiner Karriere angelangt und beschert uns unter der Regie von Rick Jacobson „In einsamer Mission“, einen ziemlich dreisten Zusammenklau von damaligen Blockbustern wie „The Rock“ und „Einsame Entscheidung“.
Story:
Dudi spielt den Wissenschaftler Rick Harden, Ex-Special-Agent und Golfkriegsveteran.
Als ein paar Terroristen unter der Führung von Carlos Gruber, gespielt von Richard Norton welcher im privaten Leben gut mit Michael Dudikoff befreundet ist und bereits in Filmen wie American Fighter mit ihm zusammen arbeitete, in Hardings Arbeitstelle einbrechen und eine hoch gefährliche Chemische Waffe klauen versucht der Wissenschaftler Sie aufzuhalten, geht dabei aber ziemlich schnell zu Boden.
Während er sich noch von den Strapazen erholt, bringen Gruber und sein Team eine Boing 747 unter ihre Kontrolle an deren Bord sich neben dem US Vizepräsidenten, ein paar Bodyguards auch Hardings Frau samt ihrem TV-Team befindet.
Mit einer Spezialeinheit will Harding nun das Flugzeug zurückerobern und die Menschheit vor Gruber und seiner „Superwaffe“ retten. In einem riskanten Manöver an Bord gelangt läuft dann aber Alles anders als geplant…
Es ist schon unglaublich dreist was und vor allen Dingen wie Rick Jacobson und Co. sich hier zusammengeklaut haben. Dudikoffs Rolle gleich fast bis aufs Haar der von Nicholas Cage in „The Rock“, die Superwaffe ist in Punkto Aussehen und Effekt fast identisch mit der aus selbigen Film und rund ein Dutzend Szenen wurden gleich 1:1 aus „The Rock“ und „Einsame Entscheidung“ geklaut. Der Einzigste wirklich Unterschied dabei ist eigentlich nur das, gegenüber den Vorbildern, DEUTLICH geringere Budget. So befindet sich die grüne Chemie Waffe etwa in billig beschrifteten Plastikbeuteln statt Glaskugeln und bei Kontakt wird technisch aufwändiges Verätzen durch simples Milch spucken ersetzt.
Dudikoff scheint hier auch keine richtige Lust gehabt zu haben und spielt deutlich gelangweilt und hebt sich damit schon fast auf eine Ebene mit seinem wieder mal ziemlich hölzern agierenden Kumpel Richard Norton, welcher es wohl auch nur seinem außergewöhnlichen kampfsportlichen Können zu verdanken hat, das er Ende der 80´er zu einem kleinen B-Movie Star wurde.
Einzige wirklich erwähnenswerte Performance liefert hier Bryan Cranston als Phil Hertzberg ab, welcher 1997 noch ziemlich unbekannt war aber schon die darstellerischen Qualitäten erahnen läßt, welche Jahre später er als überforderter und leicht durch geknallter Vater in der Kultserie „Malcolm Mittendrin“ zu Tage förderte.
Absolutes Highlight: Bryan Cranston als Newsman Phil Hertzberg. Im einen Moment versteckt er sich noch feige auf der Toilette (Links), im Nächsten spielt er sich als großer Held auf (Rechts) |
Fazit:
Ziemlich Actionarmer und dreist zusammengeklauter Thriller im Stil einer billigen TV-Produktion, wie Sie zu Hauf immer Sonntags zur Primetime auf RTL 2 laufen. Dabei muss ich aber auch zugeben, das ich da bei besagten Sender immer mal wieder gerne einschalte und mich an diesen hirnfreien TV-Schund erfreue. So kann ich auch „In einsamer Mission“ einige unterhaltsame Momente abgewinnen und Michael Dudikoff (wenn auch ziemlich lustlos) in der Hauptrolle und Bryan Cranston, welcher immer wieder für lustige Momente sorgt, heben den billig Film zudem auch etwas aus der dickflüssigen Masse an Direct-to-Video Schrott heraus.
Johnny Danger 18.03.2008