Nachdem im Vorjahr
der Versuch mit
Shin Kamen Rider Prolog einen neuen,
erwachsenen Rider im Kamen Rider Universum zu etablieren
gescheitert war, schickte man mit
„Kamen Rider
ZO“ 1993 wieder einen neuen Rider ins rennen.
Dies geschah unter der Regie von Keita Amemiya, seines
Zeichens Regisseur von Filmen wie
„Zeiram“
und dem ZO Nachfolger
„Kamen Rider J“.
Auch wenn Amemiya den Gewaltpegel, im Vergleich zum
Vorgänger, deutlich gesenkt hat und sich eher in
Richtung der TV Serien orientierte, war der Regisseur
doch sichtlich bemüht den ganzen Film dennoch erwachsenen
wirken zu lassen. Und dies gelang ihm überzeugend
gut.
Am Anfang von „Kamen Rider ZO“
sehen wir einen Mann in einer Höhle liegen. Wenige
Sekunden später erwacht er, völlig orientierungslos
weiß er weder wer er ist, noch was er hier macht.
Er scheint nur eines zu wissen, das er über übermenschliche
Kräfte verfügt, welche ihm ermöglichen,
sich in Kamen Rider ZO zu verwandeln.
Dem Zuschauer im Dunkeln lassend, wo er jetzt plötzlich
Klamotten und Motorrad her hat, führen den Mann
seine winzigen Erinnerungsstücke zu einem Haus,
bei dem es sich um das seines Schöpfers handelt,
wie uns der Film wenig später verät. Beim
Betrachten des Hauses zieht plötzlich der Schrei
eines kleinen Jungen durch seine Ohren, welcher weit
entfernt von einem Monster attackiert wird. Als Kamen
Rider ZO eilt er sofort zu Hilfe und kann das Ungeheuer,
welches den Namen Doras trägt, in seine Schranken
weisen.
Wie der Film uns nun erzählt, handelt es sich
bei dem Jungen um Hiroshi Mochizuki, dem Sohn Kamen
Rider ZO Schöpfers Doktor Mochizuki. Der Junge
lebt, zusammen mit seiner Schwester, seit dem spurlosen
verschwinden des Vaters bei seinem Opa, welcher ebenfalls
ein Wissenschaftler ist. Eben jener ist es auch, der
dem Identitätslosem Mann die Forschungsunterlagen
seines Sohnes übergibt, wodurch dessen komplette
Erinnerung zurück kehrt: Er ist Masaru Aso, einst
der Assistent von Doktor Michizuki und wurde, gegen
seinen Willen, für die Experimente seines Chef
genötigt, welche ihn zu Kamen Rider ZO werden
ließen.
Auf der Suche nach der perfekten Lebensform erschuf
Mochizuki auch den Neo Organismus. Und eben jener
versucht nun den kleinen Hiroshi einzufangen, was
der Rider natürlich verhindern will bzw. muss.
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2009 kehrte Kamen Rider
ZO im Film „Kamen Rider Decade: All Riders
vs. Dai-Shocker“ zurück auf die Kinoleinwände |
Mit „Kamen Rider ZO“ gelang
Amemiya wirklich der mit Abstand beste Film in der
Kamen Rider Reihe. Neben seinen prächtigen Farben
und den wirklich schön anzusehenden Tricksequenzen,
schöpft der Film seine Stärke vor allem
aus seiner ziemlich kurzen Laufzeit von gerade mal
50 Minuten. Um alle Segmente in der Laufzeit unterzubringen,
hat Amemiya das Paket dabei wirklich ziemlich eng
geschnürt, wodurch „Kamen Rider ZO“
wie eine Achterbahnfahrt wirkt, die dem Zuschauer
keine Luft zum Atmen lässt und von einer Actionszene
zur Nächsten hetzt. Und der Effekt, den die rasante
Inzenierung des Regisseurs erziehlt, hält dabei
selbst nach mehrmaligem Konsum noch an. So etwas findet
man, besonders heute, nur noch selten. Da kann man
auch mal über die Tatsache hinweg sehen, das
dabei wenig Zeit bleibt um den einzelnen Figuren Tiefgang
zu verleihen.
Wirklich kritisieren kann ich aber an „Kamen
Rider ZO“ nur, das der Film, bis heute,
dem Westen wieder einmal vorenthalten wird und bisher
nur im asiatischen Raum veröffentlicht wurde.
Johnny Danger, 30.12.2009