In den 80´ern war Indonesien wohl unumstritten
eine der Hochburgen fürskurille Billigproduktionen.
Obwohl ich wage von mir zu behaupten schon so einiges
gesehen zu haben, schaffen es indonesische Filme doch
immer wieder mich zum Staunen zubringen. Nicht nur,
das man ständig versuchte große Filme auf
eine unfassbar dilletantische Art und Weise zu kopieren,
das einen die Haare zu Berge stehen, nein, man spickte
diese Machwerke auch noch mit derart bizarren Einfällen
das stark zu bezweifeln ist, das auch noch ein Einziger
am Set nicht unter den Einfluss von Drogen stand.
Als eines der unterhaltsamsten Werke aus dieser Zeit
ist wohl „Lady Terminator“ zu
nennen. Der Film dreht sich um die Südsee-Königin,
eine mächtige Dämonin welche sich von männlichen
Geschlechtsorganen ernährt, welche Sie ihren
Liebhabern während des Aktes mit einem Aalartigen
Tentakel abbeißt. Nun hatte aber ihr 100 Liebhaber
keine Lust sich sein bestes Stück abbeißen
zu lassen und zieht der Dame ihren Aal zwischen den
Beinen raus, woraufhin dieser sich in einen Dolch
verwandelt und die Südsee-Königin panisch
die Flucht ergreift.
Zeitsprung in die 80´er: Die junge Wissenschaftlerin
Tania forscht an der Legende eben jener Dämonin.
Während einer Expedition auf dem Meer wird ihr
Schiff von einem Sturm ergriffen und die Frau findet
sich plötzlich gefesselt im Schloss der Südsee-Königin
wieder, wo diese, durch Penetration mit einer Art
leutenden Tentakel, Besitz von ihrem Körper ergreift.
In Tanias Körper wieder an Land angekommen, vernascht
die Südsee-Königin erstmal ein paar betrunkene
Halbstarke am Strand, wobei diese natürlich erstmal
ihr bestes Stück lassen müssen.
Während der Film bis zu diesem Zeitpunkt eher
eine Art Geistergeschichte war, ändert sich die
Ausrichtung Schlag auf Schlag und man mutiert zu einer
billigen Terminatorkopie in welcher Tania, aka die
Südsee-Königin, in hautengem, schwarzem
Lack und Lederoutfit sowie dicker Wumme versucht,
sich an der Nachfahrin ihres 100 Liebhabers zu rächen.
Nicht nur, das Regisseur H. Tjut Djalil bei dem Amoklauf
etliche Szenen aus „Terminator“
1:1 kopierte, nein, er tut es auch noch derart dilettantisch,
das einem als Zuschauer die Haare zu Berge stehen.
Und, als wäre das noch nicht genug, gibt es Tania
zum Showdown dann auch noch in einer Superzombie-Version
in welcher Sie Laserstrahlen aus ihren Augen schießen
kann.
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Auch die Dialogschreiber
sind in „Lady Terminator“
zu ungeahnten Höchstleistungen aufgelaufen
Typ 1 zu Typ 2: „Los
ran, bei Der holst Du dir kein AIDS! Na los!“
Typ 2 zu Tania: „Ich
wünsche schönen guten Abend. Ich hab
´ne Prise Hasch im Auto.“
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Puh, kurze Verschnaufpause, denn allein diese Rekapitulation
des zum Film gewordenen Wahnsinns Namens „Lady
Terminator“ hat man Hirn wieder fast zum
Schmelzen gebracht. Es ist wirklich äußerst
schwer dieses Werk in Worte zufassen. Zum einen hätte
man da die billige Terminatorkopie, dann noch eine
von indonesischen Geistergeschichten inspirierte Horrorstory
sowie einige Versatzstücke aus dem Sexplotationsbereich.
Gepaart mit den unsagbar schlechten Darstellern ergibt
das eine Trashbombe mit schon fast unsagbarem Wirkungsradius.
Eigentlich ein 9 Punkte Kandidat, nachdem ich mit
den Film jedoch mittlerweile rund ein halbes Dutzend
Mal angeguckt habe und dabei geschätzte 10% meines
Gehirns abgestorben sind, machen sich dann doch schon
einige Längen bemerkbar. Auch wenn diese nur
klein sind, vergebe ich deshalb nur 8 Punkte.
Johnny Danger, 01.01.2010