Wenn man sich „Laser Mission“ betrachtet, kommt einen schnell der Gedanke das es den Machern klar war, das dieses Filmprojekt keine guten Voraussetzungen für einen guten Actionfilm bot und man daher wohl bewußt auf lustigen Trash setzte. Vielleicht gar keine schlechte Entscheidung, denn es fehlt hier wirklich an allen Ecken und Kanten und als ernster Film würde „Laser Mission“, bei den gegebenen Umständen, sicherlich kaum funktionieren.
Im Mittelpunkt des Filmes steht US Agent Michael Gold, gespielt von Brandon Lee. Dieser soll den Wissenschaftler Braun (Ernest „Airwolf“ Borgnine) zum Überlaufen überreden. Doch es kommt Alles anders: Braun wird entführt und Gold landet im kubanischen Knast, aus dem er sich allerdings auch gleich wieder befreien kann.
Nun soll der Agent den Wissenschaftler befreien. Unterstützung bekommt er dabei von der Braun´s Tochter, die gleichzeitig den Love-interest für den Hauptprotagonisten geben soll aber dabei eher aussieht wie frisch von der Repperbahn geklaut. Während die Beiden sich auf die Suche machen, soll Braun unterdessen, mithilfe des weltgrößten Diamanten, eine Laserwaffe für einen österreichischen Schurken bauen, der Schrumpfköpfe sammelt und mit den Kommunisten zusammen arbeitet.
Was folgt ist eine wilde Verfolgungsjagd die sich jeglicher Logik entbehrt und nicht selten, angesichts der Geographiekenntnisse von Regisseur und Drehbuchschreiber, zum Stirn runzeln animiert.
Ja, angesichts der ziemlich verblödeten Story bei der ohne jeden Grund Autos explodieren und man, in kürzester Zeit und ohne Wasser, 800 Km durch eine Wüste zurück legen kann, möchten die Meisten wahrscheinlich gar nicht erst einschalten. ABER gerade wegen solcher Geschichten dürfte wohl so ziemlich jeder Trashfan hellhörig werden und man bekommt als geneigter Zuschauer auch wirklich allerhand geboten. Hinzu kommt noch reichlich Action, die sogar gar nicht mal so schlecht umgesetzt wurden ist wie man es vermuten möchte. Einziger wirklicher Störfaktor, aus meiner Sicht, sind 2 völlig verblödete Soldaten, die zwar nicht die Story voran bringen aber ständig Unsinn in die Kamera labern müssen.
Ob man nun will oder nicht muss man aber auch zugeben, das „Laser Mission“ mit großer Sicherheit schon lange in der Versenkung verschwunden wäre, würde nicht Brandon Lee hier, in seiner ersten Hauptrolle bei einem internationalen Filmprojekt (2 Hauptrolle nach dem HK Film „Born Hero“), debütieren. Brandon Lee sagte selbst einmal über den Film „Es ist im Grunde eine ironische Action-Story, nicht so furchtbar ernst gemeint, mit viel Humor zwischendurch“. Dem ist wohl nichts mehr hinzu zu fügen.
Johnny Danger, 09.06.2009