-Titel: Mission Hunter 2
-Originaltitel: Nuk Soo Dane Song Kram
-Alternativtitel: Battle Warrior
-Kategorie: Action
-Herstellerland und Jahr: Thailand 1996
-Regie: Thanapon Maliwan
-Drehbuch:  
-Kamera:  
-Musik:  
-Special FX:  
-Produzent(en): Chokchai Pechpanna
-Darsteller: Chatchai Rukslip, Christoph Klüppel, Tony Jaa,
  Thanyaluk Ratchatha, Panna Rittikrai u.a.
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Cover der GB DVD von Rarescope
-Review:

Irgendwo fängt ja jeder mal an und so auch der Weg des thailändischen Kinos bis es bei den heutigen Meisterwerken wie „Ong Bak“ angekommen war. In den 80´ern schafften es die besten Produktionen ja gerade mal als Filmschnipsel in die abstrusen Werke von Leuten wie Godfrey Ho und Joseph Lai. Mitte der 90´er hatte man sich dann schon von den unkoordinierten Kloppereien des voran gegangenen Jahrzehnts empor gearbeitet und dabei manch Kampfchoreographie hervor gebracht, die selbst das damalige Hongkong Martial-Arts Kino in den Schatten stellte. Aufgrund des Budgets der meisten Filme, welches wirklich die Armut des Landes wieder spiegelte sowie der daraus resultierenden Ausstattung der Filme, hat es kaum ein Werk über die Landesgrenze hinaus geschafft.
Nun aber, da Filme wie der bereits erwähnte „Ong Bak“ die Taschen diverser Filmverleiher randvoll mit Geld gestopft haben, hat sich der Eine oder Andere Verleih dazu entschlossen allerlei Gurken aus der Mottenkiste Namens „Thailand“ hervor zu holen um diese für Gutes Geld im Westen an den Man zu bringen und so wurde mir die Ehre zuteil Filme wie „Spirited Warrior“ und „Mission Hunter 2“ bestaunen zu dürfen. Einziges Manko bei der Sache sind die Synchronisationen, welche noch nicht einmal im Ansatz synchron sind.

Christoph Klüppel 1996 in „Mission Hunter 2“ und, etwas älter, in seinem Fitnessstudio

Bei „Mission Hunter 2“, der im Westen als „Battle Warrior“ vertrieben wird, fühlt man sich von der ersten Minute an zurück versetzt in die glorreichen 80´er Jahre, wo das Actionkino noch Action bot und Muskel bepackte Machos mit dämlichen Sprüchen ganze Armeen von der Bildfläche putzen konnten.
Die Story dreht sich hier um eine Steintafel, welche sich der fiese Genral Jang unter den Nagel reißen will da ihm ein Araber dafür 1 Billion US Dollar (!!!) geboten hat. Sicherlich ist diese hohe Summe auch der Grund dafür, dass er den größten Teil des Filmes damit verbringt fies in die Kamera zu lachen…
Dummerweise schafft es der Eigentümer dieser Steinplatte Sie im Dschungel zu verstecken, bevor er in die Fänge von Jang´s Schergen gerät.
Doch glücklicher Weise hat der Typ auch noch eine Tochter! Diese weiß sofort was zu tun ist und  stellt eine schlagkräftige Truppe zusammen, welche ihren Vater befreien und General Jang das Handwerk legen soll.
Unter ihnen befindet sich u.a. der deutsche Christoph Klüppel, welcher den Muskelberg Sven spielt und im realen Leben mittlerweile ein Fitnessstudio in der Nähe von Bangkok betreibt.
Bevor man sich aber nun General Jang vorknöpfen kann muss man sich zu Fuß durch den thailändischen Dschungel schlagen, wo man es neben allerhand Leuten des Generals auch mit Kannibalen und einem Zombie zu tun bekommt…

Puh… Das ist streckenweise schon ganz schön harter Stoff was Regisseur Thanapon Maliwan unter dem Pseudonym Praphan Peachim da seinem Publikum vorsetzt. Bei der ohnehin schon ziemlich trashgeladenen Story ist das enorm niedrige Budget dann so zusagen noch die Kirsche auf dem Sahnehäufchen. Noch nicht einmal für Platzpatronen bei den Gewehren war Geld da und so wurden die Feuergefechte dann einfach nur mit Sound hinterlegt. Das daraus allerhand lustige Szenen entstanden sind kann man dabei  sicherlich schon denken…
Neben höchst unterhaltsamen Trash kann „Mission Hunter 2“ aber auch mit einigen exzellent choreographierten Kämpfen glänzen, vorbei besonders ein junger Tony Jaa als Jang´s Rechte Hand „Mo sha“ auffällt. Nach einigen akrobatischen Einlagen, über den Film verteilt, wird er dann aber im Finale recht schnell vom Helden des Films, gespielt von Chatchai Rukslip, abgefertigt.
Ein kleines Gastspiel hat auch Panna Rittikrai (Born to Fight – Dynamite Warrior) als Zombie vorzuweisen, welcher allerdings schon nach wenigen Minuten weggesprengt wird.

Kannibalen die aussehen als wären Sie in Mamas Schminkkästchen gefallen und ein Bösewicht der den größten Teil des Films damit verbringt fies in die Kamera zu lachen... So etwas darf eigentlich in keinen guten Film fehlen!

Ganze 3 Mal hintereinander habe ich mir den Film angeguckt, als die DVD von Rarescope in meinem Player wanderte. So etwas gab es zuletzt bei Van Damme´s „Bloodsport“ im zarten Alter von 14 Jahren (Da waren es allerdings ganze 5 Mal).

Johnny Danger, 25.12.2008

-Offizielle Wertung:
X X X X X X X X X X 08/10