-Titel: Murphys Gesetz
-Originaltitel: Murphy´s Law
-Alternativtitel:  
-Kategorie: Action
-Herstellerland und Jahr: USA 1986
-Regie: J. Lee Thompson
-Drehbuch: Gail Morgan Hickman
-Kamera: Alex Phillips Jr.
-Musik: Marc Donahue, Valentine McCallum
-Special FX: John Bisson, Michael Clifford
-Produzent(en): Yoram Globus, Menahem Golan, Pancho Kohner,
  Jill Ireland
-Darsteller: Charles Bronson, Kathleen Wilhoite,
  Carrie Snodgrees, Robert F. Lyons, Richard u.a.
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-Externe Links: OFDb, IMDb
 

 

 

Cover der deutschen DVD von MGM
-Review:

„Das einzigste Gesetz das ich kenne ist Jack Murphys Gesetz! Es ist ungeheuer einfach: Leg dich lieber nicht mit Jack Murphy an!!! Schreib dir das hinter die Löffel!“

In seiner Paraderolle des einsamen, knallharten Draufgängers hat Charles Bronson hier mal wieder zugeschlagen und beweist, dass er selbst in einem Alter wo Andere in Rente gehen noch lange nicht zum Alten Eisen gehörte. Zwar weißt er rein schauspielerisch noch immer Qualitäten wie vor 20 Jahren auf aber bei Actionszenen musste er hier schon deutlich gedoubelt werden.

Charlie gibt hier den Cop Jack Murphy, welcher sich plötzlich als Hauptverdächtiger bei dem Mord an seiner Ex-Frau wieder findet. Hinter der Sache steckt eine alte Widersacherin in Form einer Muskelbepackten Amazone, die nach ihrer Gefängnis Entlassung nur noch die Rache an dem Typen im Kopf hat, der Sie einst hinter Gitter brachte und das ist eben unser Jack Murphy.
Nach seiner Verhaftung kann Murphy aber mit einer Mitgefangenen entkommen und versucht nun mit deren Hilfe hinter das Komplott gegen Ihn zukommen…

Ab dem Zeitpunkt, wo Murphy mit der Kleinkriminellen flieht, die er erst kurz zuvor gefangen genommen hat, versucht Regisseur J. Lee Thompson den Film kontinuierlich in Richtung der damals mit 48 Stunden populär gewordenen Buddymovies zulenken. Hierbei entpuppt sich besonders Kathleen Wilhoite in Form der nicht zu stoppende Labermaschine als extremer Nervenzerrer. Eben dieses Manko kratzt im Gesamteindruck sehr stark am Komplettwerk.
Ein weiteren schwerwiegenden Fehler welchen der Film begeht ist, dass der Zuschauer von Anfang an weiß, wer hinter dem Komplott gegen Murphy steckt. Diese Tatsache raubt dem Werk doch einen großen Teil der Spannung, die hätte aufgebaut werden können. Besonders da Murphys Gesetz in erster Linie mehr Thriller als Actionfilm ist, setzt diese Tatsache den Film doch schon sehr stark zu.

Da der Film in der Blütezeit der in den 80´er sehr populären Cannon Films entstand, die ja besonders durch ihre zahlreichen Actionfilme noch heute bei Genreanhängern Kultstatus genießen (Man denke nur mal an „Bloodsport“, „American Fighter“, „Masters of the Universe“ usw.) ist es ja wohl klar, das Murphys Gesetz auch nicht ohne die Studo typische 80´er Action auskommt. Zu diesen Zweck hat man noch eine Zweitstory um einen Mafiosi, mit dem Murphy Ärger hat, eingebaut. Daraus resultieren einige doch recht ansehnliche Actionszenen und ein spaßiges Finale.

Leider hat der Film aber auch wieder einige fette Klischees inne. 2 Wörter: Auto, Pistole!
Da schießt Murphy aus mehreren Metern Entfernung auf ein Auto und dieses explodiert. Besonders die Tatsache, dass unser Supercop mal eben so locker aus dem Handgelenk schießt und dazu auch noch lediglich 1 Kugel braucht um die ganze Karre zur Explosion zu bringt, raubt den Film doch fast sämtliche Ernsthaftigkeit. Jeder Film hat seine Einprägsamen Szenen, an die man sich erinnert, wenn man an den Titel denkt und bei mir ist es hier eben diese doch ziemlich merkwürdige Explosionsszene.

Das Fazit:
Beim ersten Mal gucken kann Murphys Gesetz dank eines guten Charles Bronson und dessen Sprüchen wie etwa: „Das nächste Mal wenn ich ein Stück Seife in die Hände bekomme, werde ich dir die ganze Koderschnauze auswaschen  und wenn es sein muss den ganzen Kopf“ doch recht gut unterhalten. Beim 2 Mal wird es dann aber schon kritischer und die ganzen Filmfehler rücken immer mehr in den Vordergrund. 6 Punkte!!!

Johnny Danger, 03.09.2007

-Offizielle Wertung:
X X X X X X X X X X 06/10