-Titel: Netzulla – The Rat Monster
-Originaltitel: Saikyôjû tanjô Nezura
-Alternativtitel: Nezulla
-Kategorie: Horror
-Herstellerland und Jahr: Japan 2002
-Regie: Kanta Tagawa
-Drehbuch: Kanta Tagawa
-Kamera:  
-Musik:  
-Special FX:  
-Produzent(en):  
-Darsteller: Daisuke Ryû, Atsuko Sakuraba u.a.
-Interne Links:  
-Externe Links: OFDb, IMDb
   
   
   

 

 

Cover der deutschen DVD von AFN
-Review:
In einem verlassenen Gebäude schleichen 3 Personen durch die Flure.
Mann 1: „Hier ist niemand. Das Gebäude ist seit 5 Jahren zu. Die habe hier crazy Experimente gemacht, hat mich schon immer interessiert.“
Frau: „Mir reicht das jetzt. Lass uns auf der Stelle abhauen.“
Mann 2: „Dann geh doch zurück, wenn Du unbedingt willst.“
Mann 1: „Aber Du musst allein gehen, durch die dunklen Gänge, huhu.“
Frau: „Lass das, bitte nicht.“
Mann 2: „So spannend ist das nun hier auch wieder nicht. Gehen wir alle.“
Mann 1: „Ich habe einen riesigen Hunger. Suchen wir uns eine Sushi-Bude.“
Ehe man sich versieht ist nun auch schon die erste Person verschwunden. Während die beiden Verbleibenden sich noch verwundert umgucken, werden Sie aus dem Dunklen angegriffen und Opfer des Titelgebenden Rattenmonsters
Schnell fühlt man sich als Zuschauer zurück in die 80´er versetzt, wo die Regale der Videotheken mit amüsant wie billigen Horrorschinken geradezu überflutet wurden.

Im Mittelpunkt von „Nezulla – The Rat Monster“ steht eine Spezialeinheit, welche im Auftrag der US Regierung in ein geheimes Forschungslabor der US Army eindringt um das Rattenmonster zu eliminieren, welches (mal wieder) einem fehlgeschlagenen Experiment der Amerikaner entsprang. Ganz nebenbei hat man bei den Forschungen auch gleich noch eine Seuche auf die Menschheit losgelassen, für dessen Bekämpfung das Blut des Monsters einen Impfstoff liefern soll. Ganz Klischeehaft ist die Spezialeinheit dabei mit den Standartfiguren wie dem Anführer, der Wissenschaftlerin und dem Verräter (Hier in weiblicher Form) besetzt. Hinzu stößt dann wenig später auch noch die Figur des weisen Kriegers, hier als Elitekämpfer der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte.
Es dauert dann auch nicht lange bis der Verräter, natürlich mal wieder im Geheimauftrag der US Regierung, die gesamte Gruppe in eine problematische Lage treibt. So verriegeln sich alle Türen automatisch, in der Waffenkiste befinden sich nur Holzklötze und irgendwo im Gebäude tickt eine Bombe die nicht nur das Leben aller, sondern auch die Chance auf das dringend benötigte Mittel gegen die Seuche bedroht.
Ganz nebenbei gibt es dann auch noch eine etwas deplatzierte Nebenhandlung um einen Arzt, der mit einer Handvoll Krankenschwestern gegen die Seuche kämpft.

Das man es hier nicht unbedingt mit einem ernstzunehmenden Horrorschocker zutun hat, sollte hier wohl jedem von Anfang an klar sein. Aber auch wer im Angesicht eines Monsters, das urjapanisch von einem Mann im Gummianzug verkörpert wird, auf einen amüsanten Unterhaltungsfilm hofft, wird bitter enttäuscht werden. Zugegeben, das Monster ist recht lustig anzusehen und würde auch perfekt in eine japanische Tokusatsu-Serie wie „Kamen Rider“ passen, jedoch tritt es nur recht selten in Erscheinung und ist selbst dabei erst im Finale richtig zu sehen. Statt sich also von traditionell japanischen Monster FX unterhalten zulassen, muss der Zuschauer mit etlichen Längen kämpfen die durch die Bank von müden Dialogen dominiert werden. Zurecht gestutzt auf eine Länge von 20 Minuten würde „Nezulla – The Rat Monster“ sicherlich zu unterhalten vermögen aber als abendfüllenden Spielfilm ist Kanta Tagawa bislang einzige Regiearbeit einfach zu schwach. Mit einem guten Buch ist die Zeit hier sicherlich besser genutzt.

Johnny Danger, 28.05.2010

-Offizielle Wertung:
X X X X X X X X X X 04/10