Bereits vor der Welle von Marvel Verfilmungen, welche ja momentan äußerst erfolgreich die Kinos heimsucht, versuchte man sich, bekanntlicher Weise, bereits diverse Male an der Verfilmung etlicher Titel des Verlages.
Neben wenigen bekannteren Sachen wie etwa die Hulk TV Serie aus den 70´ern gibt es auch mäßig in die Vergessenheit geratenen Stoff wie etwa die Spider-Man Trilogie und, wie in diesem Fall, Nick Fury!
Die Hauptrolle spielt hier kein geringerer als David Hasselhoff. Allein schon bei seinem Namen läßt sich erahnen, in welche Gefilde dieses filmische Machwerk abdriftet.
In Kanada gedreht sollte der Film ursprünglich als Pilot für eine TV Serie dienen, welche aber Schlußendlich gecancelt wurde. So bleibt das Filmende offen und man kann sich spätestens seit Ankündigung einer neuen Nick Fury Verfilmung für 2008 wohl sicher sein, das es dies auch für immer bleiben wird!
Viper, auch Madame H.Y.D.R.A. genannt (Rechts) und Andrea von Strucker (Links) |
Für den Film nahm man optisch wie auch inhaltlich allerhand Veränderungen gegenüber der Comicvorlage vor. So wurde Nich Furys makante Blau-Weiße Uniform in einen engen schwarzen Lederanzug umgebastelt und die Grün-Gelben H.Y.D.R.A. Uniformen in, an SS-Uniformen erinnernde, graue Anzüge mit Netzstrumpfmaske abgeändert.
Am gravierensden fällt aber die Verschmelzung zweier Charaktere zu einer auf. So teilen sich Viper aka Madame H.Y.D.R.A. und Andrea von Strucker nun einen Körper… Wieso auch immer…
Nun aber zum Film selbst:
Vor Jahren besiegte Nick Fury den Altnazi Baron Wolfgang von Strucker. Seitdem liegt dieser tiefegekühlt in irgendeinen geheimen Bunker von Shield (Supreme Headquarters International Espionage Law-enforcement Division). Doch nun klauen dessen Kinder Andrea und Werner von Strucker ihren Tiefgekühlten Vater.
Daraufhin wird der Superagent Nick Fury reaktiviert, welcher seit seinem Ausstieg aus einem unerklärlichen Grund an den Wänden in irgendeiner alten Mine rumhackt.
Mit ihrer Geheimorganisation „H.Y.D.R.A.“ und einem super üblen geheimen Virus aus Nazi Zeiten erpressen unterdessen die Von Strucker Geschwister die Welt.
Nick Fury reißt daraufhin mit einigen Leuten nach Berlin um dem ganzen einen Riegel vor zu schieben.
Wie das Alles ausgeht dürfte wohl klar sein: Die Guten gewinnen und die Bösen verlieren!
Was den Film wirklich ausmacht sind die grandios schlechten Darsteller, allen voran natürlich David Hasselhoff. Was der „Hoff“ hier für Grimassen abzieht ist schon echt spektakulär. Die Einzige die da noch mithalten kann ist Sandra Hess mit ihrem deutschen Dialekt. Allein deshalb sollte man den Film schon unbedingt in der Originalversion angucken, sofern man die Möglichkeit hat.
Was die Ausstattung angeht, muss man wohl nicht mehr sagen, als das der Großteil des Streifens in irgendeiner alten Fabrikhalle gedreht wurden zu sein scheint und das das S.H.I.E.L.D. Hauptquartier ein umfunktioniertes Flugzeugträger Modell ist!
Nick Fury – Einsatz in Berlin ist schon ein wirklich schlechter Film „ABER“ gerade daraus resultieren etliche lustige Szenen und mit dem David Hasselhoff Bonus gibt dann satte 5 Punkte! Tja, die besten Trash Filme sind halt noch immer jene, welche unfreiwillig trashig sind!
Johnny Danger, 21.10.2007