-Titel: Ninja – Champion on Fire
-Originaltitel: Ninja Operation 6: Champion on Fire
-Alternativtitel: Ninja Operation 6
-Kategorie: Action, Ninjas, Supertrash
-Herstellerland und Jahr: Hongkong 1988
-Regie: Joseph Lai
-Drehbuch:  
-Kamera: Wilson Chan
-Musik: Stephen Chang
-Special FX:  
-Produzent(en): Joseph Lai, Betty Chan
-Darsteller: Richard Harrison, Stuart Smith u.a.
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Cover der deutschen VHS von UFA
-Review:

Als gegen Ende der 80´er der Ninjahype abklang scheint Joseph Lai nochmal das Arschiv seiner IDF Studios  ausgemistet und Alles irgendwie auf den Markt geworfen zu haben womit sich noch ein paar Dollar verdienen ließ.
Aus dieser Zeit stammt auch „Ninja – Champion on Fire“, dessen Ursprung kaum auf die Spuren zu kommen ist, nicht zuletzt da er scheinbar nur in Deutschland veröffentlicht wurden scheint.

Den Anfang macht Stuart Smith als Bösewicht Ringo, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wird. Besonders spektakulär dabei ist, das besagtes Gefängnis genau genommen nur ein Bretterzaun mit selbst gebastelten „JAIL“ Schild ist.

Gerade draußen, wird er auch schon von 2 seiner Leute empfangen

Typ 1: „Boss, wir haben oft versucht Sie aus dem Gefängnis zu befreien aber es hat nicht geklappt. Viele von Uns sind dabei draufgegangen!“
Ringo: „Wie viele von euch sind noch am Leben?“
Typ 2: „Nur ich und Dean!“
Ringo: „Scheiße…Wisst ihr wer mich verpfiffen hat?“
Typ 1: „Es war Antonio dieser schleimige Missionar, er hat es für Geld getan.“
Ringo: „Elender Bastard, er ist Schuld daran, das ich 5 Jahre im Knast war. Dafür soll er 5 Tode sterben, für jedes Jahr einen! Wisst ihr, wo er jetzt ist?“
Typ 1: „Ja, im Norden von China. Er arbeitet für die Japaner.“
Ringo: „Die Japaner? Was machen die da?“
Typ 1: „Sie machen das selbe wie wir hier, töten und plündern.“
Ringo: „Gut, also auf in den Norden, da sind wir richtig glaube ich!“

Plötzlich taucht ein Typ auf und bekommt einen Shuriken von Ringo in den Rücken geworfen. Seine Leute wollen sich den Typen greifen, der versucht davon zulaufen.

Ringo: „Halt, meine Waffe ist vergiftet, er ist erledigt!“
Typ 2: „Aber wer ist er?“
Ringo: „Das ist völlig egal, ein Toter war noch nie ein Problem!“

Nach diesem Oscar verdächtigen Dialogen wird der Film zum bereits erwähnten Antonio übergeleitet. Bei Storyline handelt es sich mal wieder um Material aus irgendeiner anderen Produktion die aus Hongkong zustammen scheint und das mit Abstand am professionellsten gedrehte Material ist, was ich bisher in einer Joseph Lai Schnipselproduktion gesehen habe (Aber immer noch maximal C-Film Klasse).
Besagter Antonio ist ein katholischer Pater und reist mit einem riesigen Holzkreuz auf den Schultern durchs Land. Als er Entlang einer Eisenbahn strecke landet, hält vor ihm ein Zug, bei dem sich die Bremsen festgekeilt haben. Er nutzt die Gelegenheit und steigt ein. Dumm nur, das der Zug nur kurze Zeit später von den Japaner angegriffen wird für die er (angeblich) mal gearbeitet haben soll. Auf der Flucht lernt er den Kung Fu Kämpfer Dragon kennen, der mit seiner Handkante einen Holzscheit spalten kann.
Gemeinsam kämpft man nun gegen die Japaner, die zusätzlich auch noch einen großen Schatz in ihrem Versteck, einer Geisterstadt, horten.
Das absolute Highlight dabei ist ohne jede Frage dass im Western Stil aufgemachte Finale in dem Pater Antonio Django like ein Maschinegewehr aus seinem riesigen Kreuz holt und Alles niedermäht, was ihn vor den Lauf läuft.

Zwischen der Story um Antonio lässt Joseph Lai immer wieder seine bunten Ninjas huschen, wobei Richard Harrison (Hier mal ohne Schnurbart) als Blutsbruder des Paters versucht Ringo und Co. Davon abzuhalten diesen zu töten. Eines der absoluten Highlights ist dabei ein kurzer Dialog zwischen Richard Harrison und Antonio, wobei man die Beiden natürlich nicht zusammen im Bild sieht und die Hintergründe hinter Beiden sich noch nicht einmal im Ansatz ähneln.
Bei all dem Spaß machen die Ninjaszenen bei einer Laufzeit von rund 90 Minuten aber gerade mal 10 – 15 Minuten der Spielzeit aus und da Ringo alias Stuart Smith auch nur 2 Leute hat, gibt es gerade mal 3 Ninjafights im ganzen Film. Trotzdem kann man „Ninja – Champion on Fire“ zu den besseren Werken aus Joseph Lais IDF Stube zählen, da das rein geschnittene Material um Pater Antonio doch mal ungewöhnlich viel her macht und die unsagbar dämlichen Dialoge für etliche Lacher gut sind.
Zu guter letzt soll auch nicht unerwähnt bleiben, dass die gesamte Ninjastory auf einer kleinen Hügelkette, irgendwo in der Hongkonger Pampa abgedreht wurde und somit der Hintergrund immer der Selbe ist... Typisch Joseph Lai halt.

Johnny Danger, 07.07.2008

-Offizielle Wertung:
X X X X X X X X X X 07/10