Nach dem Thriller „Cover Up“ versuchte Dolph Lundgren mit Pentathlon ein weiteres Mal aus der Rolle des tumben Actionfighters auszubrechen, auf welche man ihn wohl spätestens nach Werken wie „Red Scorpion“, „The Punisher“ und „Showdown in Little Tokio“ festgelegt hatte. Dabei agierte er nicht nur mehr als Darsteller, sondern produzierte den Film auch gleich mit.
Lundgren spielt den DDR-Sportler Eric Brogar. Von Kindesbeinen auf wurde er auf maximale Leistung trainiert und mit den Jahren zum TOP Sportler seines Landes geformt.
Ende der 80´er während der Olympiade, wo Eric im Fünfkampf antritt, ergreift er die Chance zur Flucht aus seinem gehassten Land und flieht gen USA.
Jahre später: Eric lebt in einer versifften Bude in den USA und ist nicht zuletzt wegen dem Tod seines besten Freundes bei der Flucht aus der DDR zum Trunkenbold und Kettenraucher geworden. Zudem hat er auch mit einer Beinverletzung, die ihm bei der Flucht erreichte, zu kämpfen.
Tja, und hier machen sich schon die ersten „groooooßen“ Kritikpunkte des Filmesbreit: Die Flucht wird nur sehr hastig… ja, schon fast schlampig aufgearbeitet und auf die Ankunft und den Anfang des Lebens innerhalb der USA wird überhaupt nicht eingegangen.
Und der Quatsch in Serie geht gleich weiter, als wir den Ex-Trainer Brogners plötzlich als Anführer einer Gruppe Neo-Nazis in irgendeinem verdreckten Betonbau wieder finden, welcher auch prompt von der deutschen Polizei (Ja, wir befinden Uns jetzt wieder in Deutschland bzw. der ehemaligen DDR) gestürmt wird. Echt cool und völlig jenseits jeglicher Realität in Szene gesetzt, den die Polizisten rennen Alle samt einfach in den Haupteingang rein und ballern (Ohne jegliche Gegenwehr) einfach Alles nieder, was sich ihnen in den Weg stellt… Besonders in Deutschland ist ein solcher vorgehen irgendwie völlig undenkbar.
Auf den Mauerfall, welcher bei der Story und der Entwicklung der Charaktere wohl ziemlich wichtig sein dürfte, wird des weiteren noch nichtmal im Ansatz angegangen… Wieso auch, der Film könnte ja noch an Anspruch gewinnen…
Auf jeden Fall schafft es der trainer nun irgendwie vor der Polizei in die USA zu entkommen, wo er auch gleich von einigen ansässigen Leuten seiner Neo-Nazi Gruppierung empfangen wird.
Hier will er sich nun an Brogner rächen wobei besonders spektakulär der Mordanschlag am Strand äuffält, wo ein Fahrradfahrer mit Schnauzer und Pistole versucht Eric über den Haufen zu ballern.
Das war´s nun? Ne, den zwischenzeitlich versucht unser Super Neo-Nazi Ex-DDR Trainer auch noch einen Rabi in die Luft zusprengen, was in einer spektakulär schlampigen Explosionen einer seiner Männer endet.
Die Darstellerriege ist wirklich erlesen schlecht und steht der dämlichen Story in keinster Weise nach. Einzigster Lichtblick ist da neben Lundgren (Ok, er spielt wieder gewohnt hölzern, aber dafür ist er verdammt „cool“) Roger E. Mosley, vielen wohl besser bekannt als TC aus „Magnum“, einer der besten TV-Serien aller Zeiten wie ich finde. Er spielt hier Creese, Besitzer einer Burgerbude, Chef von Eric sowie sein bester Freund und neuer Trainer.
Fazit:
Ziemlich dämliches Action-Drama, das vergeblich versucht auf Anspruch zu pochen, dabei aber stets sich selber ein Bein stellt.
Wer also auf Schrott steht (Wie ich) wird dem Film sicherlich etwas abgewinnen können!
Johnny Danger, 04.02.2008