Wir schreiben das Jahr 2000, ich durch stöberte eine Ausgabe des Magazins Gory News als ich auf einen halbseitigen Artikel mit der Überschrift „FILME DIE DIE WELT NICHT BRAUCHT“ stieß, in welchen ein Streifen mit den obskuren Namen „Robo Vampire“ besprochen wurde.

Schnell war klar: Verdammt, ich muss den Film sehen!!!
Tja, inzwischen habe ich ihn gesichtet und muss sagen, dass Sie was dem Trashgehalt angeht im Magazin noch weit untertrieben haben.
Es ist schon fast unglaublich was für Geschütze Produzent Tomas Tang hier auffährt.
Der Film beginnt mit 2 Soldaten die einen Typen in blauer Jacke vor sich her treiben. Als man ein paar Schlangen erblickt, drehen die Typen durch und schießen Alles kurz und klein. Doch plötzlich werden die Reptilien zur Nebensache als ein hüpfender Vampir aus einer Art Sarg empor schießt, die beiden Männer angreift und tötet.
Danach sehen wir den Typen von eben, welcher von dem Vampir verschont wurde, in einer Bruchbude mit seinem Kumpel rumhampeln. Hier sollen Sie auf ein paar Vampire aufpassen, welche mit Bannsprüchen auf Zetteln in den Ruhestand versetzt sind.
Irgendwie kommt ein Vampir aber frei worauf eine mehrere Minuten dauernde Slapstickszene im typischen Hongkong Stil folgt, ehe ein Taoist eingreift und die Situation unter Kontrolle bringt.
Für ihn arbeiten auch die beiden Typen mit deren Hilfe unser Taoist Vampire im Auftrag eines Drogenbosses abrichtet.
Bei einer Drogenübergabe nahe eines Strandes kommen die Vampire dann auch zum Einsatz als ein Spezialkommando der Polizei versucht die Übergabe zu sprengen.
Mit aberlustigen Manövern wie etwa Rauch der einen der Vampire aus den Fingern schießt und das Gesicht eines Mannes verbrennt, werden die Gegner rasch nieder gestreckt.
Der Leichnam einer der Toten Polizisten wird nach dem Vorfall als Versuchsobjekt für ein geheimes Experiment auserkoren.
Mit modernster Technik in Form von lauter blinkenden Kästen und Lampen wird ein Cyborg erschaffen, der nun mit seinem fetten Maschinengewehr (Scheinbar aus Pappmasche) gegen die Gangster, den Taoisten sowie dessen Vampire antreten soll.
Neben dem obligatorischen Material aus mindestens einen anderen Film (Hier handelt es sich schließlich um eine Tomas Tang Produktion) gibt es außerdem auch noch eine weitere Storyline um eine Hexe die durch die Gegend fliegt und ihren Bruder aus den Klauen des Taoisten befreien will. Bei besagten Bruder handelt es sich um einen der hüpfenden Vampire, der sich von seinen Kollegen durch eine schlecht gemachte Affenmaske unterscheidet.
Nach einem kurzen Kampf, verspricht der Taoist der Dame schließlich, das er ihren Bruder freigibt, wenn Sie ihm bei seinem Kampf gegen die Polizei hilft.
Das etwas weiter oben erwähnte Material aus einem anderen Film stammt hier mal wieder aus einer unveröffentlichten thailändischen Produktion mit Sorapong Chatree in der Hauptrolle.
Dieser arbeitet auch für die Polizei und soll einen Gangster ausschalten, der nicht nur für unsere Drogenschieber arbeitet sondern auch noch ein kleines Dorf terrorisiert, den Priester des Ortes ermordet und dessen Tochter entführt hat. Bei der Suche nach dem Bösewicht im Dschungel bekommt unser Polizist zudem auch noch Hilfe von einer Söldnertruppe.
Tja, soviel nun zur Inhaltsangabe. Streckenweise ist es wirklich etwas kompliziert, dem zufolgen, was man hier als Story verstehen wissen möchte.
Ich weiß echt nicht, was sich die Macher bei diesen Film gedacht haben, den es ist echt unglaublich, was man hier dem Zuschauer vorsetzt: Hüpfende Vampire, einen Robocop Abklatsch mit Kunststoff Polstern als Metallrüstung, Spielzeuggewehre an deren Mündungen man Silvesterknaller schief angeklebt hat, eine Hexe welche durch die Luft fliegt und am liebsten Inzest mit ihren Bruder treibt welcher eine Affenmaske trägt, Zielscheiben die man Uns mit reichlich Rauch als zerschossen verkaufen möchte, Wunderkerzen als Schweißelektroden, Dummypuppen die durch die Luft fliegen und den Darstellern noch nicht einmal in Ansatz ähneln und das unglaublichste von Allen:
(Oben) Für die Explosion des Cyborgs hat man scheinbar einfach etwas Alufolie um ein paar Stöcker gewickelt und das Ganze anschließend in die Luft gesprengt. Obwohl er mit einer Rakete abgeschoßen wird, sieht man überdeutlich, das keine ankommt sondern er sich so zu sagen selber in die Luft sprengt (Unten) Als der Cyborg im Finale die Hexe mit seinen Flammenwerfer anzündet, läßt sich erkennen, das diese nur aus einen alten Haufen Lumpen besteht und der Flammenstrahl niemals ankommt. Stattdessen entzündet Sie sich auch selbst!
Fazit:
Robo Vampire ist ein Film, der so unglaublich trashig wie billig ist, das man es wirklich schon nicht mehr in Worte fassen kann. Ein Lachkrampf jagt hier wirklich den Nächsten und man muss wirklich aufpassen, dass man mit den Kopf nicht irgendwo gegen schlägt, wenn man vor Lachen umkippt. Also, am besten gleich hinlegen...
Der Film ist so zu sagen die Meisterprüfung für jeden Trashfan!!!
Für diese schon fast unglaubliche Leistung gibt es satte 9 von 10 Punkte. Wieso nur 9??? Tja, das herein geschnittene Material aus Thailand hat leider ein paar Längen über die man einfach nicht hinweg täuschen kann… Leider!
Wer nicht genug kriegen kann, der sollte sich am Besten auch gleich noch die Pseudofortsetzung Counter Destroy angucken! Wirklich der einzigste Streifen, der mit Robo Vampire noch mithalten kann!
Johnny Danger, 11.09.2007