In einem Interview hat Godfrey Ho mal behauptet, das Alphonse Beni ihn bei einem Hongkong Besuch auf ein gemeinsames Projekt angesprochen hatte. Eine Aussage, die man nur schwer glauben kann, Angesichts der Tatsache das die Zusammenarbeit mit Ho selbst für einem gestandenen Schauspieler wie Richard Harrison einen drastischen Karriere Knick bedeutete.
Wo Geld zuholen war ließen sich Godfrey Ho und IFD Boss Joseph Lai ja bekanntlicherweise nicht lumpen und so entstand daraufhin „Der schwarze Tiger“.
Ungewöhnlich hierbei ist, das es der mir einzig bekannte Film aus Asien ist, in welchem ein Farbiger die Hauptrolle spielt. Und das ist noch längst nicht Alles, denn obwohl man auch hier auf die übliche IFD „Cut & Paste“ Technik zurück griff, nimmt das neu gedrehte Material unfassbare 2/3 des Endergebnisses ein. Wenn man andere Produktionen aus der gleichen Zeit, wie etwa Ninja - Champion on Fire, betrachtet, wo man gerade mal das nötigste neu drehte um den Film als Ninjafilm zu verkaufen, beschleicht einen doch der leise Verdacht das Ho und Lai sich mit dem Projekt einen wahren Geldregen versprachen.
In „Der schwarze Panther“ spielt Alphonse Beni den Interpol Agenten Alvin, der den Verbrecherboss Rudolph jagt, welcher neben schießwütigen Rowdys auch über einige Ninjas verfügt. Als seine Frau von letzteren getötet wird sinnt der Agent auf Rache, wobei er, wie könnte es auch anders sein, ebenfalls ein Ninja ist (Inklusive Ninja-Strinband aus der Spielzeugabteilung).
Nach dieser Aktion setzt sich Rudolph nach Hongkong zu seinem Freund Norman Temple, alias Stuart Smith, ab welcher hier der örtliche Verbrecherkönig ist.
Alvin, inzwischen von seinem Boss beurlaubt, folgt ihm und tut sich vor Ort mit Richard Harrison zusammen, welcher erneut einen Superninja Namens Gordon spielt (Ho und Lai wollten Harrison wohl zu so einer Art Hongkong-Ninja-James Bond machen). Was folgt sind die üblich amüsanten Ninjaprügeleien, bei denen u.a. auch diverse andere bekannte Gesichter aus den „Cut & Paste“ Filmen von IFD und Filmark, wie Paulo Torcha („Clash of the Ninjas“) und Grant Temple („Ninja – Licensed to Terminate“), Stellung beziehen.
Nebenbei gibt es dann natürlich auch das obligatorische Material aus einer anderen Produktion, welches sich hier um die Straßenschlägerin Vivian und einen Arzt Namens Jacky dreht, die sich mit diversen Fieslingen durch die Straßen prügeln.
Auch wenn sich für das Alles für Freunde solcher Z-Movies sicher wie der Megaburner schlecht hin anhört, zeigt das verstärkte Verwenden von neu gedrehten Material in erster Linie das minimalistische Budget auf, welcher Godfrey Ho hier zur Verfügung stand. Sicherlich auch unter großem Zeitdruck durch Joseph Lais stehend, scheint der Regisseur größtenteils seine Darsteller völlig Ziellos durch den Park, nahe des IFD Büros, gehetzt zu haben, wo die Meisten IFD Produktionen entstanden. Das bringt leider auch mit sich, das es, auf die Spielzeit bezogen, etwas wenige und wenn, dann auch immer nur recht kurze Ninjakämpfe gibt, welche zudem auch noch auf schräge Ideen, wie Sie Konkurrent Filmark vergleichsweise in seinen Filmen auffuhr, gänzlich verzichten. Trotzdem kann man „Der schwarze Panther“ mit Sicherheit zu den unterhaltsamsten Filmen zählen, die IFD verbrochen hat, was nicht zuletzt den unfassbar dämlichen Dialogen zu verdanken ist, die mit Sicherheit Alle mal wieder aus purer Improvisation entstanden sind. Ganz nebenbei profitiert der Film außerdem noch ungemein davon, dass das recycelte Alt-Material dieses mal wirklich was taugt. Die Action ist, angesichts der Verhältnisse, gut cheographiert und auf unötige Story wurde komplett verzichtet. beziehen.
Mit einer Kiste Bier und
„Der schwarze Panther“ steht einem unterhaltsamen Abend also nichts mehr im Weg.
Johnny Danger 28.07.2007 (Update 28.06.2009)