Und mal wieder ein typischer Nu Image Ostblock Film für die Mülltonne!
Es ist schon verwunderlich, in welchen Massen die Typen solche Film produzieren, ohne das auch nur irgendeiner davon wirklich was taugt.
Auch hier läuft Alles nach dem üblichen Muster ab: Ein paar US Darsteller rangeholt, die wichtigsten „Fachmänner“ für die Technik kurzerhand mit ins Flugzeug gesteckt und ab geht’s in den Osten, in diesem Fall Bulgarien. Der ganze Rest an Personal wird dann kurzerhand vor Ort „rekrutiert“, Hauptsache Billig. Da ist es dann auch schon mal egal, das hier wirklich Niemand eine Ahnung von Irgendetwas zu haben scheint. Ich tippe Mal, Michael Oblowitz und Co. haben die Typen irgendwo in einer billigen Absteige aufgegabelt.
Wie man ausgerechnet Jeffrey Combs für den Film gewinnen konnte, ist für mich ein echtes Rätsel. Im Making Of zum Film macht der Darsteller aus Klassikern wie Re-Animator auf jeden Fall einen leicht genervten Eindruck.
Combs spielt einen verrückten Wissenschaftler, der auf einer tropischen Insel zusammen mit seiner Söldnertruppe lebt und an der Heilung von Krebs forscht. Hierbei hat er entdeckt, das Haie immun gegen die Krankheit sind und kurzerhand die DNS seines schwer an Krebs erkrankten Sohnes mit denen eines Hammerhaies gekreuzt. Heraus gekommen ist ein brutal schlecht getrickstes Monster bei dem Mann zwischen Gummikostüm und grotten schlechten CGI Animationen ständig hin und her wechselt. Ich frage mich wirklich, wieso man nicht das ganze Vieh dauerhaft mit Gummikostüm hat durch den Film stolzieren lassen, denn das was hier die Bulgarischen „Fachmänner“ am Rechner erschaffen haben ist soooooooooo schlecht, das man es wirklich nicht mehr in Worte fassen kann.
Ok, nun holt sich auf jeden Fall Combs seinen ehemaligen Boss samt Kollegen auf die Insel um diese von seinem Monster dezimieren zu lassen.
Da ein ständiger Kampf zwischen Mensch und Monster wohl zu teuer geworden wäre, hat man, wie bereits erwähnt, kurzerhand auch gleich noch eine Söldnertruppe unter dem Kommando von Combs eingebaut und Darsteller William Forsythe zum Rambo für Arme umfunktioniert. Letzterer liefert hier eine solch peinliche Vorstellung ab, dass es schon echt verwunderlich ist, das er tatsächlich danach noch Rollenangebote bekommen hat.
Ohne jegliche Fachausbildung oder Vorkentniss irgendeiner Art ist der Mann hier gleich Spezialist für Alles und marschiert mit engen weißen T-Shirt und dicker Wampe, die nicht nur seinen Pistolengürtel verschlingt sondern auch dem Zuschauer in regelmäßigen Abständen die Sicht auf das Geschehen versperrt, durch den Dschungel und murkst Alles ab, was sich ihn in den Weg stellt.
Um dabei die enorme Fuscherei des bulgarischen Personals best möglich zu vertuschen, hat man den Film zudem dann auch noch so schnell geschnitten, das es an manchen Stellen wirklich kompliziert ist, der ganzen Hampelei zu folgen.
Es ist schon verwunderlich, das ich den Film schon ganze 2 Mal (!!!) durchgestanden habe ohne mich allzu heftig zulangweilen. Da des weiteren Combs gewohnt gut spielt und die weibliche Hauptdarstellerin Hunter Tylo wirklich sehr schön anzusehen ist, gebe ich dem Ganzen dann doch nochmal 4 Punkte!
Johnny Danger, 18.11.2007