-Titel: Shin Kamen Rider Prolog
-Originaltitel: Shin Kamen raidâ purorôgu
-Alternativtitel: Shin Kamen Rider, The True Masked Rider
-Kategorie: Horror
-Herstellerland und Jahr: Japan 1992
-Regie: Osamu Tsuji
-Drehbuch: Junichi Miyashita, Jou Onodera
-Kamera:  
-Musik: Ryuudou Uzaki u.a.
-Special FX:  
-Produzent(en): Shin Unosawa, Satoshi Kubo u.a.
-Darsteller: Katsuhisa Ishikawa, Yumi Nomura u.a.
-Interne Links:  
-Externe Links: OFDb, IMDb, Wikipedia
   
   
   

 

 

Cover der japanischen DVD
-Review:

Im Westen kennt ihn kaum Jemand aber in Japan wohl so ziemlich jedes Kind. Die Rede ist vom Kamen Rider Franchise, der bereits Anfang der 70´er Nippon im Sturm eroberte. Nach einer Vorlage von der, inzwischen leider verstorbenen, Mangaka-Legende Shotaro Ishinomori, wurden bis 2009 über 20 TV-Serien produziert, Filme und Specials nicht mitgerechnet.
Nachdem „Kamen Rider Black RX“ 1989 durch seine schlechten Einschaltquoten das Ende der Showa-Serien eingeleitet hatte, versuchte man 1992 mit „Shin Kamen Rider Prolog“ einen Neustart des Franchises. Waren die bisherigen Serien eher für ein junges Publikum gedacht, wollte man mit Shin Kamen Rider die inzwischen erwachsen gewordenen Fans von einst ansprechen. Dabei driftete man in ungewöhnlich düstere Gefilde ab und setzte zusätzlich auf teilweise recht drastische Effekte. Im Endeffekt floppte das ganze Projekt aber und der Shin Kamen Rider wurde schnell wieder begraben. Erst im neuen Jahrtausend gelang, nach 2 weiteren gescheiterten Projekten, mit „Kamen Rider Kuuga“ ein Neustart des Franchises.

Im Mittelpunkt von „Shin Kamen Rider Prolog“ steht Shin Kazamatsuri, ein junger Motorrad Rennfahrer, dessen Vater Wissenschaftler ist und an einer Möglichkeit forscht, Krankheiten wie AIDS und Krebs für immer zu besiegen. Zusammen mit seinem Partner Onizuka ist ihm dabei eine Entdeckung gelungen, die den menschlichen Körper drastisch verstärkt. Eher unfreiwillig wird dabei Shin als Versuchsobjekt genötigt.
Wie irgendwie nicht anders zu erwarten, spinnt Onizuka jedoch seine eigenen Pläne und will, in Kombination mit der DNS von Grashüpfern, die Forschungsergebnisse benutzen um eine Rasse von Supermenschen, hier Cyborg Soldiers genannt, zu erschaffen. Erstes Ergebnis hierbei ist Onizukas rechte Hand Goushiima, der sich in eine monströse Kreatur verwandeln kann und unverwundbar zu sein scheint. Dies ändert sich natürlich als Shin zum Shin Kamen Rider mutiert, eine Kreatur die wirklich kaum noch etwas mit dem eher bunten Design seiner Kamen Rider Vorgänger gemeinsam hat und sich Onizuka und seinen Leuten zum Showdown stellt.
Rechts - Der düstere Shin Kamen Rider Links - Die farbenfrohen Kamen Rider 1 und 2 aus der Originalserie von 1971

Eigentlich kann „Shin Kamen Rider Prolog“ einige recht gute Einfälle aufweisen, doch um dem Franchise wirklich neue Impulse zu geben hatte diese Direct-to-Video Produktion 1992 einfach deutlich zu viele Längen. Wirklich in Fahrt kommt der Film erst im letzten Drittel, vorher muss man sich gelangweilt agierenden Darstellern und einer vor sich hinplätschernden Handlung abgeben. Da reist leider auch ein Subplot um die CIA, welche hier irgendwie nur aus Japaner zu bestehen scheint und sich als 3 Partei mit einmischt, genauso wenig raus, wie der herrlich schäbige Look, der an die Yakuza Filme aus den 70 ´ern erinnert.
Am Ende bleibt man dann als Zuschauer recht gelangweilt zurück und überlegt, ob man die Zeit nicht besser hätte nutzen können.

Nebenbei angemerkt bleibt, wie fast alle Kamen Rider Serien und Filme, auch „Shin Kamen Rider Prolog“ bis heute, außerhalb Asiens, unveröffentlicht.

Johnny Danger, 28.12.2009

-Offizielle Wertung:
X X X X X X X X X X 05/10