“Science created him. Now Chuck Norris must destroy him” lautet eine Werbezeile die schon erahnen läßt, was einen hier erwartet.
Weil Jack Kirby seine Pillen nicht bekommen hat dreht er durch und macht sich mit ´nem Hackebeil über seine Mitbewohner her.
Da läßt der „Chuckster“ als Sheriff natürlich nicht lange auf sich warten und stellt sich dem irren Killer samt Schnauzer und Karatekicks in den Weg. Das Ende der Geschichte ist Kirbys Tod im Kugelhagel…
Scheinbar… Denn nach dem Vorfall landet er im örtlichen Krankenhaus wo er nach Erfolgloser OP Hirntot in den Händen eines Dr. Frankenstein Verschnitts landet. Dieser benutzt ihn als Versuchskaninchen für seine Experimente mit dem Supermedikament Metogen.
Unterdessen kümmert sich Chuck samt dicken Hilfssheriff, Marke „Eis am Stiel“, um einen Haufen Rocker, die sein Provinzkaff unsicher machen. Wer hierbei jedoch auf Chucks altbewährte Karateaction hofft, wird schwer enttäuscht, denn stattdessen rollt er sich lieber mit den Kontrahenten auf dem Boden und bietet einfallslose Schlägereien, welche stark an die Aalglatten US Western der 50´er Jahre erinnern.
Nach langer filmischer Mittagspause kommt der Film dann nach ungefähr einer Stunde Spieldauer endlich in Fahrt, als John Kirby, voll gepumpt mit Metogen, sich selbstständig macht und als unsterbliche Killermaschine Amok läuft.
Es ist wohl genauso klar, das jetzt nur noch Chuck Norris in stoppen kann, wie es klar sein dürfte, das der dicke Hilfssheriff in einem selbstlosen Akt des Mutes sein Leben verliert.
Im finalen Showdown darf Chuck dann auch endlich mal ein paar seiner Karatekicks zeigen ehe er den Superkiller in einen Brunnenschacht befördert.
Fazit:
Der Chuckster auf Slasherpfaden… nicht ganz uninteressantes Genrecrossover.
Schade nur, dass sich Regisseur Michael Miller zuviel mit Belanglosigkeiten herum schlägt. Die Action ist von ihm auch ziemlich Einfallslos in Szene gesetzt wurden und außer der Kneipenschlägerei gibt es da eigentlich keine erwähnenswerte Szenen.
Da Chuck aber Schauspielerisch mal wieder Alles gibt und einen Cowboyhut auf hat und nicht zuletzt für seinen dicken Hilfssheriff, der so gar nicht in den Film reinpassen will gibt’s trotz vieler Kritikpunkte nochmal 7 Punkte, wenn auch nur ganz knapp.
Johnny Danger, 11.11.2007