The Sweeper – Landmines ist ein Paradebeispiel dafür, das auch Direct-to-Video Produktionen optisch was her machen können. Ok, wenn am Anfang der Nu Image Schriftzug eingeblendet wird machen sich schon die ersten Zweifel breit, ob man da nun auch wirklich den richtigen Film eingelegt hat und es wird hier auch wieder Firmentypisch an etlichen Ecken gespart und es scheint Alles auch mal wieder im Akkord runter gekurbelt zu sein ABER Süd Afrika macht gegenüber der heute so bevorzugten Osteuropäischen Kulisse mal richtig was her.
Zur Story:
Dolph Lundgren ist Christian Erickson, ehemaliges Mitglied einer U.S. Spezialeinheit und mittlerweile in Angola als Minensucher tätig. Bei einem Überfall des Militärs läuft sein Sohn unbeabsichtigt in einen Minenfeld und wird dort in die Luft gesprengt.
5 Jahre später: Als einige Terroristen einen US-Senator gefangen nehmen, geht bei der Befreiungsaktion eine neue Art Landmine im Vorgarten hoch. In Sicherheit, schickt besagter Senator die Erfinderin der Landminen, Michelle Flynn, nach Angola um dort hinter das Geheimnis zu kommen, wie die Terroristen an die Mine kommen konnten, da es eigentlich ein Geheimprojekt der U.S. Army ist.
Vor Ort wird ihr Team samt Hubschrauber prompt in die Luft gesprengt.
Daraufhin nimmt Sie Kontakt mit Erickson auf, der nach dem Tot seines Sohnes zum Trunkenbold mutiert ist.
Zusammen versucht man ein Exemplar der Mine aufzutreiben, damit Flynn in den USA bestätigen kann, dass diese Waffe hier eingesetzt wird.
Den verantwortlichen Waffenhändlern ziemlich schnell ein Dorn im Auge, befinden Sie sich kurze Zeit später im Zielkreuz eines Haufen skrupelloser Söldner wieder.
Für den coolen Hut darf Dolph sich auch schon mal einen gönnen |
Die Nu Image Sparmaßnahmen fallen einen hier wieder mal sofort auf, wobei man auch scheinbar gar nicht erst versucht hat, es zu kaschieren. So wird etwa ein und der selbe Hubschrauber erst am Anfang von dem angreifenden Militär benutzt, dann von Michelle Flynns Team und anschließend auch nochmal von den Söldnern.
Auch Film und Logikfehler gibt es hier on Maß, so werden etwa Sprungmatten, auf die sich die Schauspieler werfen, ganz ungeniert dem Zuschauer unter die Nase gerieben und das 15 Sekunden Zeitlimit zur Explosion der Supermine kann schon mal über das Doppelte der Zeit dauern oder bei Bedarf auch nur eine Sekunde. Zugeben muss man dabei aber auch, das die Produktion technisch noch auf weit professioneller Ebene ist, als so ziemlich Alles, was Nu Image heutzutage abliefert!
Die schauspielerischen Leistung bewegen sich hier des weiteren im absoluten Genrebodensatz wobei auch Dolph Lundgren mit gewohnt hölzerner Mine keine Ausnahme darstellt und bei Bruce Payne (Passagier 57) weiß man ab der ersten Sekunde, das er der geheimnisvolle Oberschurke ist.
Fazit:
Streckenweise ist The Sweeper - Land Mines einfach nur blöd ABER es gibt reichlich Action und Dolph Lundgren hat ´nen Hut. Satte 5 Punkte!
Johnny Danger 19.03.2008