Mit Until Death haben wir hier einen Film vorliegen, über den sich Van Damme nach langer Zeit mal wieder posetiv äußerte.
Nach verschiedenen Flops wie „Der Legionär“ und „Universal Soldier – Die Rückkehr“ verfrachtete man den Actionstar ja kurzerhand in die Videothekenregale wo er seitdem sein Dasein in eher minderwertigen B-Krachern fristet. Ich muss ehrlich zugeben, das ich ihn spätestens nach dem unter-unterirdischen Second in Command abgeschrieben hatte… aber dann kam „Until Death“.
Was der Belgier hier für Schauspielerisches Können an den Tag legt ist wirklich beachtlich, besonders wenn man seine Leistungen in Werken wie „Karate Tiger 3“ berücksichtigt.
Er spielt einen herunter gekommenen Cop, schwer Alkohol und Drogen süchtig. Bei seinen Kollegen ist er als Arschloch verpönt und seine Ehe ist ein Scherbenhaufen. Als er in einen Hinterhalt gerät, bekommt er eine Kugel am Kopf ab und fällt ins Koma. Vom Arzt als hoffnungsloser Fall verschrieben, erwacht er plötzlich wieder aus dem Koma und ist seitdem ein völlig neuer Mensch.
Fortan versucht er die Fehler der Vergangenheit wieder gut zumachen und seinen einstigen Partner Callahan, der inzwischen zum örtlichen Verbrecherkönig aufgestiegen ist, das Handwerk zu legen.
Besonders in der ersten Hälfte des Films brilliert Van Damme als Arschloch. Zum Ende hin fällt der Film dann aber in ein tiefes Loch. Ziemlich holprig wird hier in etwa der Aufstieg von Van Dammes ehemaligen Partner zum Verbrecherkönig und die Verbindung der beiden Männer unter einander beschrieben. Noch schlechter ist da nur noch das Ableben von Van Dammes jungen Kollegen, welcher in der ersten Hälfte des Films eigentlich eine wichtige Rolle spielte und Van Dammes Charakter sogar einmal das Leben rettet.
Den absoluten Tiefpunkt wird dann aber beim Finale erreicht. Zwar gibt es ein paar blutige Einschüsse, jedoch ist das ganze Feuergefecht ziemlich einfallslos umgesetzt und zudem auch noch brutal langweilig geschnitten. Wie Van Damme in einem Interview sagte, wurde hier mit nur einer Kamera gedreht.
Ein weiteres großes Problem von Until Death ist das niedrige Budget. Das scheinbar sehr unerfahrene Team (Zum Großteil mal wieder vor Ort in Bulgarien angeheuert) hat eindeutig keinerlei Ahnung gehabt, wie man so etwas kaschieren kann, besonders negativ fällt dabei in etwa die Armprothese von Callahans rechter Hand auf.
Fazit:
Dank Van Dammes bewundernswerter Leistung hat der Film sich, trotz der schlechten 2. Hälfte, gute 6 Punkte verdient. Ohne den Fred Astaire des Karate wäre der Film auf jeden Fall gnadenlos untergegangen…
Johnny Danger, 01.01.2008