Nach dem doch recht unterhaltsamen "Kickboxer from Hell" verspürte ich die Lust nach mehr Kickboxern aus dem Hause Godfrey Ho/ Joseph Lai. So kam ich dann hier auch zu "Year of the Kingboxer" welcher allerdings ohne Regisseur Godfrey Ho auskommen muss.
An Hos Stelle tritt hier Eric Tsui, welcher nebenbei auch noch die Rolle des bösen Kickboxers Cluedo, Clayto, Clayton oder so ähnlich übernimmt.
Für den Kampf gegen besagten Typen trainieren dann auch der Kickboxer Micky und sein australischer Schüler (Namen leider……. vergessen). Bei Ersten Aufeinandertreffen im Film innerhalb eines Lagerraumes mit dem Gegner macht Micky dann auch noch die Klarstellung „Ich habe dich einmal besiegt und ich kann es jeder Zeit wieder tun“. Schnell merkt man hier, dass die Darsteller Mal wieder echt Alles geben, die Mimik ist echt unglaublich. Dazu kommt auch Mal wieder die extremst minimale Ausstattung. Beim Kickboxer Teil gibt es eigentlich auch nur 2 Orte, wo gedreht wurde: Ein Park sowie besagter Lagerraum. Naja immerhin hat man sich beim Park die Mühe gemacht und stets verschiedene Perspektiven gewählt, so das es nicht sofort auffällt. Wenn ich schätzen müsste würde ich sagen, das sämtliche Kickboxerszenen an höchstens 2 Tagen, mit extra viel Kaffeepausen, gedreht sein dürften.
Nach besagten Anfang (Ca. 5 Minuten) fängt es dann auch wieder an mit dem kunterbunten herein Schneiden aus anderen Filmen. Hierbei lernt man einen Motorrad Fahrer kennen Namens Flackie… Ach Quatsch Jackie, kennen. Dieser hat eine Motorradgang an der Backe oder zumindest das, was man in den 80´er innerhalb Hongkongs eine Motorradgang nannte. In einem Waldstück kommt es schließlich zum entscheidenden Duell und was man dabei zu sehen kriegt ist schon fast unglaublich: Jackie lässt mit irgendwelchen Supermotorradtricks die motorisierten Untersätze seiner Gegner durch die Luft fliegen welche dann explodierend an Bäumen landen als wären Sie aus Pappe… Was habe ich gelacht. Genauso überdreht wie schlecht umgesetzt.
Danach nimmt unser Motorradfahrer aber erstmal einen Nebenplatz ein und taucht eine ganze Zeit lang überhaupt nicht mehr richtig in Erscheinung. In dieser Zeit dreht sich der Film um eine junge Frau welche das Geschäftsimperium ihres kürzlich verstorbenen Vaters geerbt hat. Dummerweise sind daran auch ein Haufen Gangster interessiert, die fortan der Dame hinterher jagen. Hilfe bekommt Sie schließlich von ihrer Tante, genannt die schwarze Spinne, Anführerin einer lustig zusammen gewürfelten Schlägertruppe. Anfangs dachte ich bei der Tante, dass es sich bei ihr um einen Transvestit handle, so merkwürdig wie die aussah mit ihrem Risenkinn. Naja, nachdem sämtliche Ganster von ihrer Bande fertig gemacht wurden stellt sich heraus, das der ach so geliebte Onkel, welcher übrigens in einer Art Wasserwerk haust, hinter allem steckt.
Wieder bei der Kickboxer Story angelangt, hat Micky inzwischen das Handtuch geworfen und jobbt auf einer Baustelle. An dieser Stelle hab ich den größten Lachkrampf seit langen gekriegt, denn das Baustellengelände ist zwar recht groß aber er arbeitet dort ganz alleine. Wenn der Typ da seine Spitzhacke schwingt und völlig unkoordiniert in den Boden schlägt frage ich mich noch bis Heute, was er da eigentlich genau gemacht hat.
Naja... Nach etwas Überredungskunst von Seiten seines Schülers tritt er schließlich gegen den bösen Kickboxer Eric Tsui an und stirbt beim Fight durch Genickbruch. Tja… da fällt mir noch ein, das der Darsteller von Micky, Steve Brettingham, in "Kickboxer from Hell" auch einen der berüchtigten Kartoffelsacktypen gespielt hat, aber das nur so nebenbei.
Sein Schüler schwört auf jeden Fall nun Rache und bevor er die bekommt blendet der Film zu dem plötzlich wieder aufgetauchten Jackie rüber welcher sich zum finalen Kampf gegen den bösenOnkel stellt. Nachdem dieser besiegt ist kloppen sich dann auch noch unsere beiden Kickboxer, der Schüler und Eric Tsui. Nach einigen Schlägen die Mal wieder 1 Meter am Ziel vorbei gehen, stirbt der Böse, der Gute hat seine Rache und ist der neue Champion, Ende!
Fazit:
Die Kickboxer Geschichte reicht trotz lustiger Sachen wie der Baustellenszene nicht ganz an die von "Kickboxer from Hell" ran. Jedoch ist wiederum das herein geschnittene Material deutlich besser als das von besagtem Film. Somit liegen beide Filme ungefähr gleich auf, also vergebe ich auch hier 6 Punkte!
Johnny Danger, 07.09.2007